Die DEG reist nach Dég — ein rot-gelber Besuch in Ungarns Provinz​

Eishockey : Die DEG reist nach Dég — ein rot-gelber Besuch in Ungarns Provinz

Klubmitarbeiter Daniel Blecker auf besonderer „Mission“.

Kein Zweifel: Die Düsseldorfer EG ist über die Grenzen Deutschlands bestens bekannt. Der achtmalige Deutsche Eishockey-Meister ist Anhängern der schnellen Mannschaftssportart in der Schweiz, in Finnland oder Schweden ein Begriff. Das Örtchen Dég in Ungarn hingegen sagt vermutlich nicht mal in der dazugehörigen Hauptstadt Budapest vielen Menschen etwas. Doch wenn es schon einen Ort auf dieser großen Welt gibt, der so heißt wie die Abkürzung des eigenen Vereins, dann muss dieser unbedingt mit einem Besuch gewürdigt werden.

Gedacht, gesagt, getan. DEG-Mitarbeiter Daniel Blecker machte sich während eines Ungarn-Aufenthalts auf den Weg in die Region Mitteltransdanubien, in das rund 2200 Einwohner große Dég, das nur über Landstraßen von Budapest zu erreichen ist und 90 Autominuten von der Hauptstadt entfernt liegt. „Auf Touristen oder generellen Besuch von außerhalb sind sie dort eher nicht eingestellt“, berichtet der 25-Jährige. „Es liegt tatsächlich mitten im Nirgendwo.“ Welch Gegensatz. Anders als der Verein DEG, der bekanntlich immer mittendrin und stets bedeutsam ist, geht es in jenem kleinen ungarischen Örtchen bedeutend gemächlicher zu als bei einem Heimspiel der Rot-Gelben im Rather Dome — zu dem in der Regel auch noch mindestens drei Mal so viele Menschen kommen, wie in Dég beheimatet sind. Außer es geht dienstags gegen Straubing.

„Das Holländerhaus im Park des Palais Festetics war so ziemlich das Spektakulärste dort. Immerhin haben wir aber ein Restaurant gefunden und die Wirtin mithilfe des Google-Übersetzers zu einem Foto mit DEG-Schal überreden können“, erzählt Blecker. Ein paar rot-gelbe Häuschen hat der Ort tatsächlich auch zu bieten gehabt.

So richtig lange dauerte der Besuch trotzdem nicht. „Unter dem Strich war es eine ganz lustige Aktion. Ich habe das Ortsschild mit einem rot-gelben Schal dekoriert, aber in dem Moment kam gleich jemand vorbei und hat mich schief angeschaut“, sagt der „Abgesandte“ aus Düsseldorf. „Hinterher habe ich festgestellt: Es war die Bürgermeisterin persönlich.“ Ob Menschen aus Dég eines Tages die DEG besuchen werden, darf trotz des „Erstkontakts“ bezweifelt werden. Herzlich eingeladen sind sie gewiss dennoch.

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