DEG: Viertelfinale ist zum Greifen nah

DEG: Viertelfinale ist zum Greifen nah

Nach dem Erfolg in Mannheim schlägt die DEG auch Augsburg. Nun fehlt nur noch ein Punkt, um Platz sechs festzuzurren.

Düsseldorf. Bis zehn Sekunden vor Schluss musste die Düsseldorfer EG am Sonntag mächtig zittern, dann erlöste Rob Collins mit einem Schuss ins leere Tor sein Team und die 6083 Zuschauer auf den Rängen des Rather Dome. Die Mannschaft von Trainer Christof Kreutzer gewann gegen die Augsburger Panther mit 3:1 (1:1/0:0/2:0) und hat mit diesem hart erkämpften Arbeitssieg den siebten Platz sicher. Für die direkte Viertelfinal-Qualifikation fehlt nur noch ein Punkt, sollten die Grizzly Adams Wolfsburg alle sechs Zähler holen. Mit dem Sieg konnte die DEG ihr Husarenstück vom Freitag veredeln, als ohne zehn Spieler in der Verlängerung ein sensationelles 4:3 beim Tabellenführer Adler Mannheim gelungen war. Einziger Wermutstropfen an diesem fast perfekten Wochenende ist die Verletzung von Torhüter Tyler Beskorowany, der nach einer Rettungstat (28.) das Eis verlassen musste.

Zwei Tage nach dem schier unglaublichen Erfolg bei den Adlern Mannheim wollte die DEG natürlich den nächsten Schritt machen. Travis Turnbull hatte mit einem Schlenzer in der zweiten Minute auch gleich die erste Chance. Doch die Augsburger Panther, die als zwölfter keine Chance mehr auf das Erreichen der Play-offs haben, machten es den Hausherren schwer. Eng am Mann und auch in Unterzahl dicht gestaffelt, ließen sie kaum Raum für Kombinationen und setzten durch Konter immer wieder selber Nadelstiche. So verzogen James Bettauer (4.) und Colton Jobke (6.) nur knapp. Kurz darauf bot sich Kris Sparre gleich zweimal die Chance zur Führung für die DEG, aber Augsburgs Torhüter Keller reagierte jeweils glänzend. Im direkten Gegenzug dann war die Düsseldorfer Defensive einen Moment lang ungeordnet, was André Reiß sofort zum 1:0 für die Gäste vom Lech ausnutzte.

Insgesamt blieb die DEG optisch überlegen, verfing sich aber oft im engmaschigen Abwehrnetz der Panther. Pech dann in der zwölften Minute, dass ein Treffer von Ken-André Olimb wegen zu hohen Stocks keine Anerkennung fand. In dieser Phase übernahm besonders Daniel Kreutzer immer mehr Verantwortung. Und so war es auch kein Wunder, dass dem Kapitän das 1:1 vorbehalten war. In der 17. Minute fand der Puck durch die Achselhöhle von Keller hindurch den Weg ins Netz.

Dennoch blieb die Begegnung auch im zweiten Drittel eine zähe Angelegenheit. Das lag vor allem am bis dato untypisch schlechten Überzahlspiel. Symbolisch dafür stand ein völlig brotloses Solo von Kris Sparre (21.). Auch mit Gewalt wie beim brachialen Schuss von Kurt Davis (23.) war dem AEV nicht beizukommen, und plötzlich hatte der gar die Chance zur Führung. Spencer Machacek scheiterte mit einem Bauerntrick nur um Zentimeter (28.). Bei der versuchten Rettungstat verletzte sich Torhüter Tyler Beskorowany so schwer, dass er gestützt von zwei Betreuern vom Eis musste. Eine erste Diagnose ergab, dass im Knie etwas kaputt ist, es sich aber wohl nicht um eine Bänderverletzung handelt.

Kurz vor der zweiten Pause traf Daschner nur die Latte, und auch das Schlussdrittel war geprägt davon, dass der Puck den Weg ins Augsburger Tor partout nicht finden wollte. Doch die DEG gab nicht auf, rackerte und malochte. Beharrlich lief sie immer wieder an und wurde dafür schließlich tatsächlich noch belohnt. Im neunten Überzahlspiel endlich sah Turnbull 152 Sekunden vor Schluss die alles entscheidende Lücke. Rob Collins hatte dann mit dem von Keller geräumten Tor deutlich weniger Mühe.