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DEG-Stürmer Tobias Eder blieb in der Saison 2019/20 ohne DEL-Tor

DEG : Tobias Eder: Mit neuem Schwung zum ersten Tor

Der Stürmer blieb 2019/20 ohne Treffer. Das soll sich in seiner zweiten Saison in Düsseldorf schnell ändern.

Es gibt immer was zu tun – frei nach dem Motto einer bekannten Baumarktkette legte sich Tobias Eder im Frühjahr gemeinsam mit seinem älteren Bruder ins Zeug. Der Stürmer der Düsseldorfer EG und der in der Deutschen Eishockey Liga künftig für die Straubing Tigers auflaufende Andreas bestellten sich einen Container, misteten die Garage im Elternhaus in Miesbach aus und bauten sich dort einen eigenen Fitnessraum auf.

Die Corona-Not macht eben erfinderisch. Klimmzug-Stange, Langhantel, Medizinbälle, Reck. Alles da, alles selbst installiert. „Das Ganze hat drei bis vier Tage gedauert. Lange Zeit habe ich mit meinem Bruder gemeinsam trainiert, inzwischen halte ich mich alleine fit. Auch nach der Wiedereröffnung der Fitnessstudios in Bayern trainiere ich lieber in der Garage als in einem Studio, in dem die Geräte ständig desinfiziert werden müssen“, sagt Tobias Eder.

Der 22-Jährige legt in der Heimat die physische Basis für seine zweite Saison bei der DEG. Das erste Jahr in rot und gelb verlief nicht immer ganz nach den Erwartungen, obwohl Eder in der Vorbereitung einen hervorragenden Eindruck hinterließ. Insbesondere bei den letzten Testspielen in der Schweiz vor dem Auftakt in die Saison 2019/20 machte der ehemalige Münchner auf sich aufmerksam. Doch in den 43 Hauptrundenspielen blieb der Angreifer ohne eigenes Tor, lediglich sechs Vorlagen standen am Ende in seiner persönlichen Statistik.

„Ich habe während der Saison eine etwas andere Rolle gehabt. Gemeinsam mit Leon Niederberger und Patrick Buzas ging es vornehmlich darum, die Kreise der gegnerischen Top-Reihen zu stören und in Unterzahl Gegentore zu verhindern. Diese Rolle haben wir meiner Ansicht nach gut gelöst. Und wenn du dann in einem knappen Spiel kurz vor dem Ende deine Eiszeit bekommst, dann hast du das Vertrauen des Trainers“, blickt Eder dennoch nicht unzufrieden zurück. Aber: Stürmer werden auch immer an ihren Toren gemessen. „Natürlich will ich mehr, das ist doch klar. Zuerst hatte ich nicht die nötige Konsequenz, am Ende war ich dann vielleicht wirklich etwas verkrampft. Ich würde lügen, wenn ich sage, dass es nicht schwierig war.“

Der 22-Jährige hat sich selbst zu viel Druck gemacht

Einen gewissen Druck von außen hat Eder in der zurückliegenden Spielzeit phasenweise durchaus wahrgenommen. Innerhalb der Mannschaft war die ominöse Null in der Statistik-Spalte aber kein großes Thema. „Natürlich habe ich das registriert, wenn das von außen mal thematisiert wurde. Viele meinen das ja auch nicht böse. Aber es kreiert schon ein wenig Druck. Und dann habe ich mir selbst Druck gemacht“, sagt der in Bad Tölz und Salzburg ausgebildete Profi.

Seinen Wechsel zur DEG hat Eder aber dennoch zu keinem Zeitpunkt bereut: „Es passt alles für mich in Düsseldorf. Mir gefällt die Stadt und wie der Verein geführt wird. Ich möchte offensiv noch mehr Verantwortung übernehmen und meine Fähigkeiten unter Beweis stellen.“ Am liebsten natürlich schnellstmöglich mit dem ersten Tor im DEG-Trikot. Und vielen weiteren im Verlauf seiner zweiter Saison in Düsseldorf. Dafür wird in den kommenden Tagen noch fleißig in der elterlichen Garage geschuftet. Es gibt schließlich immer etwas zu tun.