DEG-Stars privat: Roach hat Gretzky zum Vorbild

DEG-Stars privat: Roach hat Gretzky zum Vorbild

DEG-Verteidiger hatte in Berlin keinen Vertrag mehr erhalten.

Düsseldorf. In der Abwehr erfahren, im Angriff mit einer für einen Verteidiger starken Bilanz von elf Toren und 30 Vorlagen in 56 Spielen. Als Eishockeyprofi ist Andrew Roach ein Vorbild. Die Verpflichtung des US-Amerikaners, der seine Karriere im vergangenen Sommer beenden wollte, nachdem er von den Eisbären Berlin keinen neuen Vertrag mehr bekam, hat sich für Lance Nethery bezahlt gemacht. Zur Belohnung erhielt der 37-Jährige vom Manager der DEG jetzt einen neuen Kontrakt bis 2012. Pikanterweise trifft die DEG im Halbfinale ab Sonntag auf die Eisbären. Und Roach ist dabei.

Was war Ihr bislang schönster Karrieremoment?

Andy Roach: Der Gewinn der Bronzemedaille mit den USA bei der WM 2004 in Tschechien. Wir besiegten im Spiel um Platz drei die Slowakei nach Penaltyschießen mit 1:0. Den entscheidenden Penalty habe dann auch noch ich verwandelt.

An welches Spiel erinnern Sie sich überhaupt nicht gerne?

Roach: In meiner Zeit beim Züricher SC habe ich mir 2006 die Nase gebrochen.

Wer war der Held Ihrer Kindheit?

Roach: Ich bin zwar Verteidiger, aber dennoch ist es Wayne Gretzky gewesen. Eine Legende.

Welche Frau - außer Ihrer eigenen - finden Sie klasse?

Roach: Nur meine Mutter.

Wer ist für Sie die bedeutendste Persönlichkeit der Geschichte?

Roach: George Washington.

Sie unternehmen eine Zeitreise. Wohin?

Roach: In die Zukunft, so rund 100 Jahre. Bei der rasanten Entwicklung mancher Dinge würde ich gerne wissen, was es bald alles so geben wird.

Mit wem würden Sie gerne mal einen Tag lang tauschen?

Roach: Richard Branson. Der ist ein erfolgreicher Unternehmer, besitzt das Formel 1-Team Virgin, spielt als Komparse in Filmen mit, hat eine eigene Insel in der Karibik und versucht Weltrekorde im Heißluftballon aufzustellen. Stark auch sein Engagement, die Tabakwerbung im Sport zu beschränken. Aber ob bei all dem ein Tag reicht?

Welche Sportlerin oder welchen Sportler bewundern Sie?

Roach: Brett Favre. Für mich der Mr. American Football.

Was fehlt nie in Ihrem Kühlschrank?

Roach: Milch.

Welche Schlagzeile würden Sie gerne über sich lesen?

Roach: Egal, aber positiv sollte sie sein. In dieser Saison, der Titelgewinn mit der DEG.

Und was wären Sie geworden, wenn nicht Eishockeyspieler?

Roach: Architekt.

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