DEG nach Sieg in Köln schon fast am Ziel

DEG nach Sieg in Köln schon fast am Ziel

Nach dem 3:1 im Derby dürfen die Spieler von Christof Kreutzer sogar auf Platz sechs schielen.

Düsseldorf. Was eine Woche für die Düsseldorfer EG. Das Team von Trainer Christoph Kreutzer gewann am Sonntag auch bei den Kölner Haien mit 3:1 (1:0/0:0/2:1) und kann immer sicherer für die Play-offs planen. Verteidiger Bernhard Ebner machte 55 Sekunden vor der Schlusssirene mit einem Schuss ins leere Tor den erneuten Derby-Sieg perfekt.

Mit dem vierten Drei-Punkte-Sieg binnen acht Tagen vergrößerten die Rot-Gelben den Abstand zu Rang elf auf zwölf Punkte. Mehr noch: Bei nun vier Zählern Vorsprung auf Platz sieben winkt als Tabellen-Sechster plötzlich sogar die direkte Qualifikation für das Viertelfinale.

Drei Wochen ist es her, als sich die DEG und der KEC in der Düsseldorfer Arena vor 51 125 Zuschauern ein packendes DEL—Winter-Game geliefert hatten. Auch in der KölnArena war die Kulisse am Sonntag groß. 18 321 Fans wollten das 207. Derby erleben. Ein Duell, das besonders für die Gastgeber brisante Bedeutung hatte. Die Saison der Haie läuft alles andere als rund, der Trainerwechsel von Uwe Krupp zu Niklas Sundblad am 10. Oktober hat nur marginale Besserung gebracht, und so muss der KEC auch weiterhin um die Teilnahme an den Play-offs bangen. Ein Problem für diese missliche Lage ist der Kader, der wie eine Dauer-Baustelle erscheint. Zwischen dem 1. Oktober und dem 21. Januar wurde in Köln nachträglich mit fünf Zu- und vier Abgängen umgebaut.

Das sieht bei der DEG deutlich besser aus. Die Reihen harmonieren, und die zuvor drei Siege in Wolfsburg sowie gegen die Spitzenteams aus München und Ingolstadt haben das Selbstvertrauen weiter wachsen lassen. Ein Umstand, der sich in Köln schnell auswirkte. Thiel gewann in der fünften Minute einen Zweikampf an der Bande, schob den Puck zu Mondt, der zu Daschner passte. Und gegen den Schuss des Verteidigers war KEC-Torhüter Danny aus den Birken ohne Chance. Im Anschluss aber geriet die DEG durch die körperlich geprägte Spielweise der Kölner in Schwierigkeiten. Gleich sechsmal mussten Düsseldorfer Akteure im ersten Drittel auf die Strafbank. Köln kam zwangsläufig zu Chancen, konnte diese aber nicht nutzen. Stephens und Gogulla verfehlten (7.), Holmvist (14.) scheiterte ebenso an Torhüter Beskorowany wie Weiß (16.) und Ankert (20.), und dazwischen brachte Tripp den Puck nicht im leeren Tor unter (18.). Bei fünf gegen fünf allerdings wirkte die DEG deutlich abgeklärter.

Schon im ersten Drittel hatten Preibisch, Schiestel und Daschner gute Möglichkeiten, im recht unspektakulären zweiten Abschnitt machte Olimb auf sich aufmerksam. Der Norweger scheiterte dreimal an aus den Birken (28., 35., 40.). Der KEC hingegen blieb nur im Powerplay gefährlich, doch just eins davon geriet ihm zum Verhängnis. Als ein Schuss von Sulzer abgeblockt wurde, zog Collins davon und verwandelte zum 2:0 (48.). Köln war geschockt, nichts lief mehr. Bis ein beherztes Solo von Tripp den Anhängern noch einmal Hoffnung machte (57.). Doch die ließ Ebner dann 148 Sekunden später endgültig sterben.