DEG hält Druck nicht stand

DEG hält Druck nicht stand

Brittig-Team verliert in Iserlohn 2:3. Turnbull und Mondt erzielen am Seilersee die Düsseldorfer Tore.

Iserlohn/Düsseldorf. Am Ende hatte Travis Turnbull den Ausgleich auf dem Schläger, doch es sollte nicht sein. Die Düsseldorfer EG verlor am Sonntag bei den Iserlohn Roosters vor 4121 Zuschauern in der Eissporthalle am Seilersee mit 2:3 (0:1, 1:2, 1:0) und ziert damit weiter das Tabellenende in der Deutschen Eishockey Liga. „Wir haben das Spiel im zweiten Drittel hergegeben. Da konnten wir dem Druck des Gegners nicht standhalten“, sagte Trainer Christian Brittig.

Das Spiel vom Freitag in Augsburg hatte auch auf die gestrige Begegnung mit den Sauerländern Auswirkungen. Denn neben den Ausfällen von Paris, Catenacci, Habermann (alle verletzt), Zanetti (gesperrt) und Fischbuch (in Duisburg) fehlte mit Calle Ridderwall auch der bislang beste Angreifer. Der Schwede erhielt beim 1:5 gegen die Panther seine dritte sowie gleich auch vierte große Strafe und war daher für eine Partie gesperrt.

Zudem droht Alex Henry für seinen Knie-Check gegen Forrest noch Ungemach. Der AEV soll ein Ermittlungsverfahren anstreben. Da Henry zwei Strafminuten erhielt, kann es sich aber auch um eine Tatsachenentscheidung handeln.

Am Sonntag wirkte Henry mit und hatte zunächst wenig zu tun. Iserlohn begann überraschend zurückhaltend, und die DEG stand defensiv diszipliniert. So dauerte es bis zur neunten Minute, ehe Nationalstürmer Michael Wolf DEG-Torhüter Bobby Goepfert zum Eingreifen zwang. Kurz darauf musste Andreas Martinsen auf die Strafbank, und dies nutzte der agile Tobias Wörle, der zu spät angegriffen wurde, zur Führung für die Roosters (13.).

War das erste Drittel reichlich unspektakulär, so wurde es danach deutlich besser. Auch weil die DEG mutiger spielte. So schnappte sich Travis Turnbull in Unterzahl die Scheibe, lief frei auf Sebastien Caron zu und schob dem Roosters-Keeper den Puck zum 1:1 durch die Beine (29.).

Nun waren die Gastgeber geweckt, zogen das Tempo an und kamen schon 120 Sekunden später zum 2:1, als Michael Wolf den Puck ins lange Eck schob. Und das Team von Doug Mason setzte nach.

Die DEG geriet immer stärker unter Druck und in der 36. Minute durch Wörles zweiten Treffer mit 1:3 in Rückstand. Damit schien alles klar. Doch ein Fehler von Torhüter Caron, der in der 43. Minute an einer abgefälschten Bogenlampe von Niki Mondt vorbei griff, ließ die DEG bis zum Schluss hoffen.

Mehr von Westdeutsche Zeitung