DEG-Duo Niederberger und Ebner beim Deutschland-Cup

Düsseldorfer EG: Mathias Niederberger: „Ich bin eine Seltenheit"

Der DEG-Torhüter und Teamkollege Bernhard Ebner gehören zum Aufgebot beim Deutschland-Cup.

Länderspiel-Pause bei der DEG. Spieler und Trainer sind für ein paar Tage verreist. Lediglich zwei Akteure schnüren auch an diesem Wochenende die Schlittschuhe, denn in Mathias Niederberger und Bernhard Ebner hat Bundestrainer Marco Sturm zwei „Rot-Gelbe“ für den Deutschland-Cup in Krefeld nominiert. „Beide haben sich das verdient“, sagte Sturm vor den drei Duellen mit Russland (Donnerstag, 19 Uhr), der Schweiz (Samstag, 13.30 Uhr) sowie der Slowakei (Sonntag, 14.30 Uhr).

Besonders von Ebner ist Sturm angetan. „Ich bin immer schon ein großer Fan von Bernhard gewesen, deshalb habe ich ihn ja im vergangenen Mai auch mit zur Weltmeisterschaft nach Dänemark genommen. Er hat Qualitäten, die andere Verteidiger in dieser Form nicht haben. Bernhard kann auf dem Eis strategisch denken und ist auch läuferisch sehr gut unterwegs“, meinte Sturm am Mittwoch zur WZ.

Kurz darauf folgten Mittagessen, Team-Besprechung und erstes Training in der Halle der Krefeld Pinguine. Es sind die letzten fünf Tage, die Ebner und Niederberger mit Marco Sturm zusammenarbeiten. Am Montag verabschiedet sich der 40-jährige Landshuter und geht als Co-Trainer der Los Angeles Kings in die NHL. „In dieser Woche wird sich für uns nichts ändern. Danach ist es schon ein Einschnitt. Aber auch sein Nachfolger wird nach Leistung nominieren“, sagte Niederberger.

Der DEG-Schlussmann gehört nicht zu den Größten seiner Zunft

Mit seiner hat es der gebürtige Düsseldorfer im vergangenen Mai bereits zur WM nach Dänemark geschafft, wo er in Herning durch starke Paraden ein sensationelles 3:2 gegen Finnland sicherte. Dabei ist er im aktuellen Torhüter-Trio mit Niklas Treutle (Nürnberg Ice Tigers) und Danny aus den Birken (EHC München) der kleinste und schmächtigste. 77 Kilogramm verteilen sich auf 1,80m. „Damit bin ich im Eishockey eine Seltenheit“, erklärte Niederberger am Mittwoch mit einem Grinsen zur WZ.

Der Trend geht zu größeren Torhütern, die mehr abdecken können und kürzere Wege in die Ecken haben. „Ich muss also immer ein wenig schneller unterwegs sein. Das ist für mich aber kein Problem, meine Athletik ist auf einem guten Niveau“, sagte Niederberger. Sein 25. Länderspiel wird der 25-Jährige in Krefeld sicher ebenso bestreiten wie der drei Jahre ältere Ebner seine 42. Partie im DEB-Dress. Einen Lieblingsgegner hat Niederberger dafür nicht. „Ich nehme es, wie es kommt“, sagt der einer der beiden Düsseldorfer, die dieser Tage nicht frei haben.

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