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Düsseldorfer EG: Daniel Fischbuch: „Die Verletzung war entscheidend“

Düsseldorfer EG : Daniel Fischbuch: „Die Verletzung war entscheidend“

Daniel Fischbuch verlässt die DEG nach sieben Jahren. Nach seinem Nierenriss hat er lange um seine Form kämpfen müssen.

Düsseldorf. Es war der 22. August des vergangenen Jahres. Die Düsseldorfer EG spielt in der Champions Hockey League gegen den EHC Linz. Daniel Fischbuch wird im ersten Drittel von hinten gecheckt, mit dem Stock. Der Stürmer muss mit Hilfe von Teambetreuer Gunnar Genuttis und Dr. Ulf Blecker in die Kabine gebracht werden. Wenig später will der 22-Jährige wieder aufs Eis, doch der Teamarzt der DEG schickt Fischbuch per Krankenwagen in die Klinik. Nierenriss! Der Eishockey-Profi fällt drei Monate aus.

„Für meine persönliche Saison hatte die Verletzung natürlich entscheidenden Charakter. Danach war es schwer, wieder meine Stärken und mein Spiel zu finden. Das hat Zeit gebraucht. In den Play-offs war ich endlich wieder so weit, aber leider ging es nur über diese eine Runde“, sagt Fischbuch, der nach der Deutschland-Cup-Pause im November ins Team zurückkehrte, über den schweren Weg zurück zur Normalform und das Viertelfinal-Aus gegen die Grizzlys Wolfsburg. „Es ist schon enttäuschend für uns alle gewesen, dass wir es diesmal nicht ins Halbfinale geschafft haben.“

Nun trennen sich die Wege des gebürtigen Heilbronners und der DEG. „Es waren wunderschöne sieben Jahre hier in einem tollen Umfeld mit tollen Leuten, die ich nie vergessen werde. Ich selber weiß aber noch nicht, wie es weiter geht“, erklärt Fischbuch. In den vergangenen Wochen gab es Gerüchte über ein Angebot der Schwenninger Wild Wings. „Ich denke, ich werde in der DEL bleiben“, sagt Fischbuch. Ein Wechsel ins Ausland ist derzeit kein Thema. Entschieden sei mit Blick auf die kommende Saison bislang aber noch nichts.

Die Trennung zwischen der DEG und ihrem jungen Flügelstürmer, der 2009 im DNL-Team begann und zwei Jahre später in der DEL debütierte, hat bei einigen Anhängern allerdings ein Stück weit Unverständnis ausgelöst. Ein junger deutscher Angreifer, der noch nicht am Ende seiner Entwicklung angekommen ist, erhält keinen neuen Vertrag. Gerade in der DEL, in der junge deutsche Spieler enorm begehrt sind, ist die Personalie Fischbuch sicherlich nicht für jeden Fan nachvollziehbar.

Nach zwei Spielzeiten mit je fünf Treffern gelangen dem 22-Jährigen in dieser Saison nur noch zwei Tore. Mit elf Scorerpunkten liegt er jedoch genau im Schnitt beider vorangegangenen Jahre. Dennoch hatten viele von ihm in seiner vierten vollen DEL-Saison etwas mehr erwartet.

Bei anderen DEL-Teams könnte Fischbuch wahrscheinlich mehr Eiszeit erhalten, vielleicht in der dritten oder gar zweiten Reihe eingesetzt werden. Für den Spieler selbst könnte dies in der Planung seiner sportlichen Zukunft eine Rolle spielen. Das Trainerteam mit Christof Kreutzer und Tobias Abstreiter mag andererseits auch keinen Sprung in der Entwicklung des Spielers mehr gesehen haben. Bei einer Ehe würde wohl von einer einvernehmlichen Trennung die Rede sein. Fischbuch blickt auch ohne jeden Groll zurück: „Es war eine Super-Zeit hier.“ Ein bisschen komisch wird es aber wohl doch werden, wenn er im Herbst oder Winter erstmals als Gegner der DEG in den Dome zurückkehren wird. Mit welchem Team das sein wird, steht noch in den Sternen.