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Düsseldorfer EG: Abschied für DEG-Legende Kreutzer: Tolle Stimmung und die ein oder andere Träne

Düsseldorfer EG : Abschied für DEG-Legende Kreutzer: Tolle Stimmung und die ein oder andere Träne

Da war es wieder, das alte Brehmstraßen-Gefühl. Die alten Lieder, die man als DEG-Fan einfach mitsingen muss. Stimmung wie in den besten Tagen! Es war ein sehr würdiger Abschied für Düsseldorfs Eishockey-Legende Daniel Kreutzer.

Und die Zeitreise in die schönen Tage der 80er und 90er Jahre wirkte zudem so realistisch, weil die Superstars der alten Tage natürlich die Tore erzielten. Peter John Lee legte den Puck im Fallen auf für Chris Valentine und der trifft. Doch schon die Vorstellung der Ex-Stars und der Gäste hatte die Gänsehaut-Atmosphäre in das mit 9000 Zuschauern ausverkaufte Stadion an der Brehmstraße gebracht. Jeder Spieler erhielt seinen Beifall und die ganz Großen wie etwa Didi Hegen oder Hans Zach auch stehende Ovationen!

Nicht ganz so erfolgreich war die „rührende“ Ansprache von Oberbürgermeister Thomas Geisel, weil die ausgelassen feiernden Fans keine Geduld hatten und endlich Action auf dem Eis haben wollten. Da hatte es Campino schon etwas leichter, auch weil alle DEG-Fans die Gelegenheit nutzten, dem Frontmann der Toten Hosen zu danken, für dessen große Unterstützung in den schweren Zeiten. Da passte es gut ins Bild, dass die von den Toten Hosen mitgestalteten Aufwärmtrikots bereits vor dem ersten Bully ausverkauft waren.

Daniel Kreutzer selbst fand bewegende Worte des Dankes „für die immer großartige Unterstützung“ und wurde auf dem roten Teppich mit seiner Frau und seinen beiden Töchtern so sehr gefeiert, dass er die Tränen vor Rührung nicht zurückhalten konnte.

Das Geschehen auf dem Eis bot einige Kabinettstückchen, wobei nicht so sehr der sportliche Ehrgeiz sondern vielmehr der Spaß im Mittelpunkt standen. Immer noch eine Augenweide ist beispielsweise der Laufstil und die Beweglichkeit von Tore Vikingstad. Erst als Daniel Kreutzer in das Team der „Freunde“ gewechselt hatte, kamen diese nach einem 0:5-Rückstand zum ersten Tor-Erfolg. Und das 2:5 erzielte dann tatsächlich der Mann des Tages — Daniel Kreutzer war der Torschütze, der sich danach noch eine Prügel-Show mit Bernd Kühnhauser leistete und eine Zwei-Minuten-Strafe absitzen musste. Die alte Rivalität mit Ex-Pinguin Daniel Pietta hatten die Krefelder vor dem Spiel via Facebook aufleben lassen.

Am Ende eines wunderbaren Düsseldorfer Eishockey-Nachmittags hatten sich die DEG-Allstars mit Daniels Freunden auf ein 6:6 geeinigt, nachdem Daniel Kreutzer einen Penalty geschenkt bekommen hatte und der Unbekannte „Herr Schmitt“ und Eddie Lewandowski die letzten Tore erzielen konnten.

Doch dann unterlief Eddie Lewandowski ein Eigentor (Tor würde Wolf zugeschrieben), und es hieß 7:6 für die Freunde. 23 Sekunden vor Ende gab es den „Abgang“ des Jubilars, der seine Ausrüstung DEG-Kindern noch auf dem Eis schenkte. Und das Happy End zum 7:7 besorgte Didi Hegen. Der Rest der „Gala“ war dann erst das bewegende "You'll Never Walk Alone" an der Brehmstraße und dann die zünftige Feier im Stahlwerk. „Ich hätte mir es besser nicht vorstellen können“, sagte Daniel Kreutzer. „Jetzt beginnt ein neuer Weg für mich!“