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Dynamo chancenlos beim BVB

Dynamo chancenlos beim BVB

Robert Lewandowski und Mario Götze treffen zum 2:0.

Dortmund. Bezüglich der Vereinsfarben war man sich einig, 73100 Fußballfreunde ließen Deutschlands größtes Fußballstadion in den Farben Gelb und Schwarz glänzen. Das war es aber gestern Abend auch schon mit den Gemeinsamkeiten beim 2:0 (1:0) zwischen Borussia Dortmund Dynamo Dresden in der 2. Runde des DFB-Pokals. Ein emotionales Duell zwischen Goliath und David. Zwischen zwei Traditionsclubs aus dem Westen und Osten der Republik.

Hier der Meister, der gerade erst den 1. FC Köln demontiert hatte. Dort der Zweitliga-Aufsteiger, der mit dem Sieg in Braunschweig aufhorchen ließ. Zwei unterschiedliche Fußballkulturen, welche jeweils von leidenschaftlichen Fans heiß und innig geliebt werden. Mehr als 10 000 waren von der Elbe mitgekommen, weil sie die angestrebte Sensation dieses Spieltags miterleben wollten. Ihre Pyro und die Bengalos gingen auf die Luftwege, ihre Plakate unter die Gürtellinie, ihr Blenden mit Laserpointern in die Augen von Nationalspieler Mario Götze beim Eckball, ihre Gesänge unter die Haut.

Der BVB tat sich anfangs schwer gegen lauffreudige und geschickt gestaffelte Dresdener, die über Cheikh Gueye und Mikael Poté früh zwei Nadelstiche in Form von Kontern setzten. Erst nach knapp einer halben Stunde übernahm Dortmund die Regie. Den Fernschuss von Sven Bender konnte Wolfgang Hesl noch glänzend ins Toraus lenken. Den Kopfball von Robert Lewandowski zum 1:0 (30.) nach Ecke von Mario Götze nicht mehr. Ein Knotenlöser war es für den BVB noch nicht. Erst, als Mario Götze nach einem Doppelpass mit Sven Bender auf 2:0 (65.) erhöhte. „Für uns zählte in diesem Spiel nur das Weiterkommen“, sagte Trainer Jürgen Klopp nach Spielschluss.

Das Tor von Götze war ein wunderbar herausgespielter Treffer gegen Dresdener, welche die anfängliche Zielstrebigkeit vermissen ließen. Balsam für Dortmunds Pokalheld und Stadionsprecher Norbert Dickel. Jedenfalls kam Mitch Langerak im Tor nicht mehr in Gefahr. Da nervten deutlich mehr die Dynamo-Fans, die Böller in die Luft jagten und einen Abbruch des Spiels riskierten.