Die nimmersatten Titeljäger vom FC Bayern

Die nimmersatten Titeljäger vom FC Bayern

Der Rekordmeister hat nicht in neue Stars investiert und verlässt sich auf den Trainer.

München. Am Freitag startet die neue Saison in der Fußball-Bundesliga. Im letzten Teil unserer Bundesliga-Serie beschäftigen wir uns mit dem amtierenden deutschen Meister, der in diesem Sommer noch keinen einzigen Euro in Ablösesummen investiert hat. Personelle Kontinuität und Trainer Louis van Gaal sollen das hohe Niveau noch steigern.

Das Video von Arjen Robbens Kunstschuss zum 2:3 in Manchester sorgt noch immer für Gänsehaut. Das Tor von Deutschlands Fußballer des Jahres ermöglichte den überraschenden Einzug ins Halbfinale der Champions League.

Alle lieben Louis. Den großen Fußball-Wissenschaftler. Den warmherzigen Menschen. Das selbst ernannte Feierbiest. Van Gaal hat in München Kultstatus erreicht.

Der Erfolg macht auch die Anhänger großzügig. Die von ihren Ausleihstationen in Glasgow und La Plata zurück gekehrten Edson Braafheid und Jose Ernesto Sosa würde jedoch keiner vermissen, wenn sich noch ein Abnehmer findet.

Vielleicht Thomas Müller. Van Gaals Entdeckung. Der Shooting-Star der letzten Saison und auch der WM, wo er Torschützenkönig wurde. Van Gaal sagte letzte Saison: "Der spielt bei mir immer." Dabei bleibt es.

Sepp Maier (66) hat nicht die geringsten Zweifel, dass der FC Bayern die Bundesliga-Runde überlegen gestalten wird. "Die Anlaufprobleme mit van Gaal wie im letzten Jahr wird es auch nicht mehr geben."

Das Hundehalstuch im FC-Bayern-Look für 4,95 Euro.

Miroslav Klose drängt nach seiner starken WM in die Stammformation, konkurriert mit Ivica Olic. Mario Gomez blüht wieder die Bank. Wer ersetzt Arjen Robben, der zwei Monate wegen Muskelrisses fehlen wird? Olic, Hamit Altintop und Rückkehrer Toni Kroos sind die Kandidaten für diese Position.

Die 23. deutsche Meisterschaft und das Champions League-Viertelfinale sind Pflicht für den FC Bayern, der Rest Zugabe.

Bayern wird wieder Meister. Auf Anlaufschwierigkeiten wegen des Trainingsrückstands der WM-Teilnehmer sollte die Konkurrenz nicht hoffen.

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