Die Lose sind gezogen: Kein leichtes Spiel für Deutschland

Die Lose sind gezogen: Kein leichtes Spiel für Deutschland

Das Team von Joachim Löw trifft auf Australien, Serbien und Ghana. „Eine interessante Gruppe“, sagt der Bundestrainer.

Kapstadt. Australien, Serbien und Ghana sind die Vorrundengegner der deutschen Fußball-Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika in der Gruppe D.

Am 13. Juni (16 Uhr) wird die Mannschaft von Joachim Löw in das WM-Turnier in Durban gegen Australien starten - zwei Tage nach dem WM-Eröffnungsspiel zwischen Gastgeber Südafrika und Mexiko.

"Es gibt leichtere Gruppen, aber sie ist interessant und machbar", sagte Löw im Anschluss an die bunte und lebensfrohe Zeremonie im Convention Center in Kapstadt.

Australien sei eine ehrgeizige Mannschaft, Serbien spielerisch stark und Ghana gehöre zu den besten Mannschaften Afrikas. "Aber wir können uns ab morgen gezielt auf diese Gegner vorbereiten", sagte Löw, der in der Kap-Region Gelassenheit ausstrahlte.

Otto Rehhagel wird sich als Trainer der griechischen Nationalmannschaft mit Argentinien, Nigeria und Südkorea auseinandersetzen müssen. "Argentinien ist Favorit, der Rest spielt um den zweiten Platz", sagte Rehhagel. Die schwerste Gruppe dürfte Brasilien mit Portugal, der Elfenbeinküste und Nordkorea erwischt haben.

Der Fußball-Weltverband Fifa hatte vor weltweit 200 Millionen Zuschauern an den Bildschirmen eine beeindruckende Show mit viel afrikanischem Esprit inszeniert. Große Worte fand der ehemalige Staatspräsident Nelson Mandela, der offensichtlich geschwächt per Videobotschaft zur Fußball-Welt sprach: "Mögen die Früchte der ersten WM in Afrika zeigen, dass sich das lange Warten gelohnt hat. Die Zeit ist reif."

Südafrikas Staatspräsident Jacob Zuma versicherte stolz, "dass es uns gelungen ist, den Zeitplan einzuhalten", und wagte eine kühne Prognose: "Wir werden der Welt eine große Überraschung bieten. Der Pokal wird hier bleiben." Aber die Vorrundengruppe A mit Mexiko, Uruguay und Frankreich hat es in sich. Da machte selbst die Hollywood- Schauspielerin Charlize Theron als Glücksfee dicke Backen, weil sich Südafrika nichts mehr wünscht, als die Vorrunde zu überstehen.

Mehr von Westdeutsche Zeitung