Der Respekt geht verloren

Der Respekt geht verloren

Die Bundesliga mag eine Drei-Klassen-Gesellschaft sein. Dass aber die Top-Vereine inzwischen mit einiger Konstanz international spielen und durch immer üppigere Fernseh- und Vermarktungsgelder ihre Kassen füllen, hat vor allem dafür gesorgt, dass der FC Bayern seine Ausnahmestellung in der Liga verloren hat.

Und mithin auch den Respekt der Gegnerschaft. "Die Bayern sind nicht mehr so weit weg", hat Wolfsburgs Trainer Armin Veh nüchtern festgestellt. Das Bremer 1:1 in München sei "jetzt kein besonderes Ergebnis für uns", fand Bremens Manager Klaus Allofs. Und: "Im vergangenen Jahr haben wir hier noch 5:2 gewonnen." Ein 5:2 - das habe man heuer natürlich nicht erwarten können, sagte ein Reporter beiläufig zu Werder-Trainer Thomas Schaaf. Dessen erzürnte Antwort: "Warum nicht?"