Badstuber rettet Bayern

Badstuber rettet Bayern

Durch einen Freistoß des Abwehrspielers gewinnt München 2:1. Gladbach vor der Pause stark.

München. Man müsse wieder der Club sein, der seine Ziele gnadenlos durchsetzt, sagte Uli Hoeneß nach seiner Wahl zum Präsidenten des FC Bayern München in gewohnt kämpferischer Manier.

Offenbar haben die Fußball-Profis des Rekordmeisters sich die klaren Worte Hoeneß’ zu Gemüte geführt und die Aufholjagd in der Bundesliga begonnen. Dem 3:0-Sieg bei Hannover 96 ließen sie am Freitag Abend weitere Taten folgen.

Das Team von Louis van Gaal feierte gegen Borussia Mönchengladbach einen allerdings sehr glücklichen 2:1 (1:1)-Erfolg, den Gomez (19.) und Badstsuber (75.) mit ihren Treffern perfekt machten. Zwischenzeitlich hatten die starken Gladbacher durch Abwehrspieler Roel Brouwers (28.) den Ausgleich erzielt.

Borussia Mönchengladbach musste trotz der besten Saisonleistung nach fünf Partien in Folge ohne Niederlage erstmals wieder in den sauren Apfel beißen: Völlig unvorbereitet traf die Elf vom Niederrhein die 32. Liga-Schlappe beim FC Bayern nicht. "In München zu verlieren, ist keine Schande", hatte VfL-Cheftrainer Michael Frontzeck vor dem Evergreen orakelt.

Es war jedoch viel mehr drin: Vor allem im ersten Durchgang begeisterte der Gast auf der ganzen Linie, verblüffte mit frechem Offensivfußball sowie Spielwitz. Doch das erste Tor erzielte der FCBayern, als Nationalspieler Mario Gomez mit dem offiziellen Spielball der Fußball-WM Gladbachs Torhüter Bailly überlistete.

Danach spielte sich der VfL fast in einen Rausch, scheiterte aber immer wieder am überragenden Bayern-Keeper Jörg Butt. Bei zwei kapitalen Distanzschüssen von Juan Arango lenkte Butt die WM-Kugel gerade noch so um den Pfosten. Beim hochverdienten Ausgleichtreffer durch Roel Brouwers war auch Bayerns Bester machtlos.

Nach der Pause fanden die Münchener, bei denen Stürmer-Star Arjen Robben für frischen Wind sorgte, besser ins Spiel. Bezeichnend, dass die Gastgeber erst durch eine Standardsituation die Entscheidung herbeiführen konnten. Nach einem umstrittenen Foul von Dante an Robben entschied Schiedsrichter Michael Weiner auf Freistoß an der Strafraumgrenze: Badstuber wuchtete den Ball ins lange Eck.

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