Bayer-Gewinn im ersten Quartal 2019 bricht im Vergleich zum Vorjahr ein

Nach Monsanto-Kauf : Bayer-Gewinn bricht im Vergleich zum Vorjahr ein - Zahl der Glyphosat-Klagen steigt weiter

Im Vergleich zum Vorjahr ist der Gewinn des Chemiekonzerns stark zurückgegangen. Unterdessen steigt die Zahl der

Die milliardenschwere Übernahme des US-Saatgutkonzerns Monsanto belastet Bayer weiterhin schwer. Der Gewinn im ersten Quartal brach im Vorjahresvergleich um 36,5 Prozent auf 1,24 Milliarden Euro ein, wie Bayer am Donnerstag mitteilte. Hauptgrund dafür seien hohe Sonderaufwendungen in Höhe von rund einer Milliarde Euro vor allem infolge des Kaufs von Monsanto.

Bayer-Chef Werner Baumann verwies auf die Umsatz- und Gewinnsteigerung in der Agrarsparte des Konzerns ohne diese Sondereinflüsse. Die Sparte Crop Science habe Umsatz und Ergebnis dank des Zukaufs von Monsanto mehr als verdoppelt, betonte er.

Insgesamt erhöhte sich der Gewinn von Bayer vor Steuern, Zinsen und Sondereinflüssen (Ebitda) um knapp 45 Prozent auf knapp 4,2 Milliarden Euro, wie der Konzern betonte. Der Umsatz stieg um rund vier Prozent auf rund 13 Milliarden Euro.

Die Kosten für den Kauf und die Integration von Monsanto schlugen im ersten Quartal laut Bayer mit 492 Millionen Euro zu Buche. Hinzu kamen demnach 393 Millionen Euro für die Restrukturierung - Bayer hat den Abbau von 12.000 Stellen angekündigt.

Die Zahl der Klagen gegen die Bayer-Tochter Monsanto wegen des Unkrautvernichtungsmittels Glyphosat in den USA stieg bis zum 11. April auf 13.400, wie der Konzern weiter mitteilte. Die Kläger machen Glyphosat für ihre Krebserkrankung verantwortlich.

Im ersten Prozess um den Ex-Hausmeister Dewayne Johnson hatte ein Geschworenengericht in San Francisco Monsanto vergangenes Jahr zur Zahlung von 289 Millionen Dollar (251 Millionen Euro) Schadenersatz verurteilt. Eine Richterin reduzierte den Betrag später auf 78 Millionen Euro.

Bayer beantragte am Mittwoch vor dem zuständigen Berufungsgericht in Kalifornien die Aufhebung des Jury-Urteils. Die in dem Verfahren vorgelegten Beweise hätten den Anforderungen zum Nachweis von Verantwortlichkeit und Kausalität "bei weitem" nicht entsprochen, erklärte der Konzern.

(AFP)