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Landtagswahl NRW 2017: Lindner (FDP): „Im Notfall machen wir Opposition“

Landtagswahl NRW 2017 : Lindner (FDP): „Im Notfall machen wir Opposition“

FDP-Spitzenkandidat Christian Lindner will auch bei einer Mehrheit von CDU und FDP in Nordrhein-Westfalen nicht automatisch eine schwarz-gelbe Koalition eingehen.

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Düsseldorf. FDP-Spitzenkandidat Christian Lindner will auch bei einer Mehrheit von CDU und FDP in Nordrhein-Westfalen nicht automatisch eine schwarz-gelbe Koalition eingehen. „Ich bin nämlich nicht der Wunsch-Koalitionspartner von Herrn Laschet und er nicht meiner“, sagte Lindner am Sonntagabend in der ARD mit Blick auf den CDU-Wahlsieger.

„Es könnte sein, dass es eine schwarz-gelbe Mehrheit gibt. Eine schwarz-gelbe Mehrheit heißt aber nicht, dass es eine schwarz-gelbe Regierung gibt“, sagte der Parteichef der Liberalen in Düsseldorf. In den vergangenen Wochen habe die CDU mehr Wahlkampf gegen die FDP als gegen die SPD gemacht. „Ich nehme das aber sportlich“, sagte Lindner: „Wir sind aus eigener Kraft gewählt worden und entsprechend eigenständig gehen wir in die Wahlperiode.“

Nach der Wahlschlappe der SPD bei der NRW-Wahl wäre eine schwarz-gelbe Regierung nach den Hochrechnungen knapp möglich, wenn die Linke nicht in den Landtag einzieht. Danach sah es am Abend aus.

Die Landes-FDP wird laut Lindner nur Koalitionsgespräche führen, „wenn wir wirklich unsere Handschrift zeigen“, sagte Lindner im WDR. Es werde in NRW keine Situation geben wie einst nach der Bundestagswahl 2009 und den damaligen Verhandlungen mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU). „Im Notfall machen wir Opposition.“

In der ARD sagte er: „Eben weil wir bei der wirtschaftlichen Entwicklung, bei der Bildung, bei der Frage des Rechtsstaats eine klare, auch von der CDU unterschiedliche Position haben, hat die CDU über Wochen gegen uns Wahlkampf gemacht.“ (dpa)