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Bundestagswahl 2017: Welche Partei passt zu mir? "Bundeswahlkompass" macht Wahl-O-Mat Konkurrenz

Bundestagswahl 2017 : Welche Partei passt zu mir? "Bundeswahlkompass" macht Wahl-O-Mat Konkurrenz

Wen Sie am 24. September wählen sollten, zeigt der "Bundeswahlkompass". Die Online-Wahlhilfe versteht sich als Alternative zum Wahl-O-Mat. Hier können Sie das Tool testen.

Düsseldorf. Welche Partei vertritt am ehesten den eigenen Einstellungen? Hilfe bei der Beantwortung dieser Frage bietet zur Bundestagswahl 2017 erstmals auch der "Bundeswahlkompass". Die Online-Wahlhilfe versteht sich als Alternative zum bekannten Wahl-O-Mat.

Hinter dem Projekt steckt eine Kooperation von Politikwissenschaftlern der Universität Duisburg-Essen, der Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg, der Universität Trier, der Universität Bamberg und der niederländischen Firma Kieskompas. Die Nutzer bekommen 30 Statements und wählen per Klick, wie stark sie der Aussage zustimmen - oder sie ablehnen. Aus den Antworten errechnet das Tool die Positionierung im Parteienspektrum. Diese wird im letzten Schritt sichtbar gemacht - in einem Diagramm, das auf der x-Achse von "links" bis "rechts" reicht und auf der y-Achse von "konservativ" bis "progressiv". Die Macher betonen: Der Bundeswahlkompass verzichte auf die aus traditionellen Wahlhilfe-Tools bekannte Angabe prozentualer Übereinstimmung und überlasse den Nutzern die Schwerpunktsetzung selbst.

Die Macher verstehen das Instrument vor allem als Alternative zum bekannten Wahl-O-Mat, der ab dem 30. August ebenfalls Online-Hilfe zur Wahlentscheidung anbietet. Der Unterschied: "Das wissenschaftliche Team des Bundeswahlkompasses ordnet die Parteien bezüglich ihrer Positionierung auf der Basis wissenschaftlicher Analyseverfahren ein und belegt diese durch entsprechende Quellenverweise", schreiben die Macher. Andere, normative Wahlhilfe-Tools basierten hingegen auf den Selbsteinschätzungen der Parteien. Der Bundeswahlkompass biete Parteien ebenfalls eine Stellungnahme an. Diese werde jedoch unabhängig von der Experteneinschätzung erhoben. Und: "Alle Quellenangaben werden den Nutzerinnen und Nutzern zur Überprüfung zur Verfügung gestellt", so das Versprechen in der Broschüre des Unternehmens. red