Bundestagswahl: Wahlbeteiligung in NRW wie im Bund höher als 2013

Bundestagswahl : Wahlbeteiligung in NRW wie im Bund höher als 2013

Es gehen wieder mehr Menschen zur Wahl: Bei der Bundestagswahl ist die Wahlbeteiligung in Nordrhein-Westfalen laut einer WDR-Hochrechnung von 20.00 Uhr auf 75,5 Prozent gestiegen.

Düsseldorf. Es gehen wieder mehr Menschen zur Wahl: Bei der Bundestagswahl ist die Wahlbeteiligung in Nordrhein-Westfalen laut einer WDR-Hochrechnung von 20.00 Uhr auf 75,5 Prozent gestiegen. Bei der Bundestagswahl 2013 waren es 72,5 Prozent. Im bevölkerungsstärksten Land waren 13,1 Millionen Bürger zur Wahl aufgerufen. Bundesweit lag die Wahlbeteiligung am Sonntag bei 75 bis 76,5 Prozent (2013: 71,5 Prozent). Die Wahlbeteiligung bei der Bundestagswahl war in Nordrhein-Westfalen am Mittag bereits sehr hoch.

Landeswahlleiter Wolfgang Schellen hatte am Nachmittag mitgeteilt, dass bis 16.00 Uhr die Wahlbeteiligung in acht ausgewählten Kreisen und kreisfreien Städten Nordrhein-Westfalens im Durchschnitt bei rund 68 Prozent lag. Die stichprobenartige Umfrage wurde durchgeführt im Kreis Düren, im Rhein-Kreis Neuss und im Kreis Gütersloh sowie in den kreisfreien Städten Düsseldorf, Duisburg, Essen, Köln und Mülheim an der Ruhr.

Im Vergleich zur letzten Bundestagswahl 2013, bei der bis 16.00 Uhr etwa 65 Prozent zur Wahl gingen oder an der Briefwahl teilnahmen, ist die Wahlbeteiligung damit in diesen ausgewählten Bereichen höher. Interessant: Der Anteil der Briefwähler liegt bei etwa 22 Prozent, also höher als 2013, als er bei 18,55 Prozent lag. Die landesweite Wahlbeteiligung inklusive der Briefwahlteilnahme hatte 2013 am Ende des Wahltages (18:00 Uhr) in Nordrhein-Westfalen bei 72,5 Prozent und bundesweit bei 71,5 % gelegen.

In Düsseldorf hatten bis zum Nachmittag 51,56 % der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben. Schlusslicht unter den befragten Städten war Mülheim an der Ruhr mit einer Wahlbeteiligung von 22,20 %.

In einem Wahllokal in Garath waren am Sonntagmorgen falsche Stimmzettel ausgefüllt worden. Grund für die Panne war eine Verwechslung der Nummerierung von Wahlkreis und Wahllokal: Letzteres liegt nämlich im Wahlbezirk 0106 im Wahlkreis 107. Geliefert wurde aber ein Packen von 200 bis 250 Stimmzetteln für den Wahlkreis 106.Nach ersten Schätzungen sollen zwischen 8 und 11 Uhr 180 bis 190 Stimmzettel mit falschen Kandidaten für die Erststimme ausgefüllt worden sein. (red/dpa)

Mehr von Westdeutsche Zeitung