Dschungelcamp 2018: Dschungelcamp 2018: "Das ist das Loch des Grauens"

Dschungelcamp 2018: Dschungelcamp 2018: "Das ist das Loch des Grauens"

Es ist angerichtet: Das Dschungelcamp 2018 hat begonnen und spaltet die Menschen in „IBES“-Nichtgucker und „IBES“-Gucker — wobei die sich natürlich noch in die Untergruppe ernsthafte Fans und ironische Zuschauer aufteilen.

Wer die erste Folge nicht gesehen hat, hat gar nicht so viel falsch gemacht, denn die ist naturgemäß die langweiligste.

So sicher, wie Brote immer auf die beschmierte Seite fallen oder Komiker derzeit Trump-Witze machen, ist auch das übliche Beschweren und Überraschtsein der zwölf Kandidaten angesichts des frühen Weckens im bequemen Hotel durch einen grimmig schauenden „Ranger“, der die sogenannten „Stars“ in den Dschungel abführt. Dass man sich nicht mehr schminken konnte wurde da moniert. Und verrückt, dass man wirklich alles Hab und Gut abgeben musste! Nach elf Staffeln Dschungelcamp kann aber wirklich niemand Mitleid mit den „Prominenten“ haben. Höchstens ein wenig mit Schlagersängerin Tina York, die gleich beim Marsch zum Dschungel halb kollabierte und ärztlich betreut werden musste.

Die anderen Kandidaten — darunter Fußballer Ansgar Brinkmann, der der Sympathieträger werden könnte, oder Ex-DSDS-Teilnehmer Daniele Negroni — schlugen sich tapfer zum Camp durch. Und führten dort Unterhaltungen, die wirklich keiner vermissen würde, hätte er sie nicht gehört. Kostprobe: „Wo ist denn das Klo?“ „Ach da!“ „Das ist eklig.“ „Boah, stinkt das.“ „Das ist das Loch des Grauens“. Danke für diesen Beitrag.

Und weil ekliges Essen zum Dschungel gehört, wurde auch das direkt in die erste Folge gepackt. Alle Kandidaten mussten gemeinsam ran und würgend Straußenfuß, Kakerlakenbrühe oder Kamelhirn essen. Natascha Ochsenknecht, die schon in Reality-Sendungen wie „Shopping Queen“ schauspielerisch brillierte, scheint nach der Krone greifen zu wollen und aß ohne mit der Wimper zu zucken einen „Krokoriegel“ (Krokodilpenis).

Möchtegern-Playboy-Schönheit Guiliana und Ex-Bachelor-Anhimmlerin Kattia durften dann noch Stadtwahrzeichen aus fauligem Tierfleisch herausfischen: Nicht nur, dass man die beiden Frauen im Bikini sah, nein, nebenbei durften sie ihre (Un)-Fähigkeit in Erdkunde unter Beweis stellen. Einen herausgefischten Big-Ben-Turm etwa verorteten die Damen in New York statt in London. Und ab ging es unter die Wasserfalldusche.

Ein bisschen Ekel, ein bisschen nackte Haut, ein bisschen Schadenfreude. Alles wie immer im Dschungelcamp. Bleibt abzuwarten, wie sich die Freundschaften, Feindschaften und Streitigkeiten entwickeln. Denn das ist ja das eigentlich Interessante. Ach ja: Am Samstag müssen Jenny und Matthias in die Dschungelprüfung.

Mehr von Westdeutsche Zeitung