Das gibt es auch: Journalisten prüfen Aussagen von Politikern auf den Wahrheitsgehalt

Das gibt es auch: Journalisten prüfen Aussagen von Politikern auf den Wahrheitsgehalt

Düsseldorf. „Deutschland verbrennt mehr Braunkohle als China und Russland“ oder „Mehr als 80 Prozent der Flüchtlinge sind junge, kräftig gebaute und alleinstehende Männer“.

Beides sind Aussagen von Politikerinnen (Katrin Göring-Eckardt, Grüne, und Alice Weidel, AfD), doch bei beiden wissen die wenigsten: Stimmt das überhaupt? Eine Gruppe von Journalisten prüft ehrenamtlich für die Internetseite stimmtdas.org die Aussagen von Politikern auf ihren Wahrheitsgehalt.

Die Ergebnisse teilen sie ein in „Stimmt“, „Stimmt überwiegend“, „Stimmt eher nicht“ und „Stimmt nicht“. Oft mit dem Zusatz „ist vereinfachend“ oder „ist irreführend“. Die Aussagen, die sie prüfen, suchen sie aus TV-Auftritten, sozialen Medien und Artikeln heraus — sie nehmen aber auch Zusendungen an. Hauptkriterium ist der Gesprächswert. Im Internet, in wissenschaftlichen und historischen Quellen und durch Experteninterviews versuchen sie herauszufinden, wo sich die Aussagen einordnen lassen.

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