Alle lieben das Kinderprinzenpaar

Egal, wo Jan I. und Anna-Lena I. auftreten, die kleinen Tollitäten kommen überall gut an.

Wuppertal. „Aufstellen, bitte“, schallt es durch das Paul-Hanisch-Haus an der Stockmannsmühle. Und ruck zuck stehen Prinz Jan I. und ihre Lieblichkeit Prinzessin Anna-Lena I. mit ihrem Gefolge in Reih und Glied, denn bei allem Spaß ist im Karneval auch viel Disziplin notwendig. Dann erklingen die ersten Töne eines der bekanntesten Karnevalslieder, und schon marschieren die kleinen Tollitäten zu „Ein schmucker Prinz im Karneval“ in den Speisesaal des Seniorenheims in der Varresbeck ein.

Während sich das Kinderprinzenpaar samt Hofmarschall und ihrer beiden hübschen Paginnen feiern lässt, kann Carmen Busch kurz durchatmen: Sie ist die Mutter des kleinen Prinzen und stolz auf ihren Filius. „Ich versuche, bei so vielen Auftritten wie möglich dabei zu sein“, erzählt die 34-Jährige, die selbst in der Show-Garde Wuppertal tanzt.

Auch die Mutter der kleinen Prinzessin, Nicole Pickut (32), ist in der Garde aktiv. Das gilt ebenso für die beiden Paginnen Sara (17) und Sabrina (17). Das Kinderprinzenpaar — ein reines Familienprojekt, denn Sara ist die Tante der Prinzessin und Sabrina des Prinzen Schwester. „Es war uns wichtig, dass immer jemand aus der Familie dabei ist“, erklärt Carmen Busch.

Denn so wunderbar es als schmucker Prinz oder Prinzessin im Karneval auch ist, vor allem die letzten Tage der Session verlangen den Kindern alles ab. Bis zu 15 Termine hat ein Kinderprinzenpaar am Wochenende vor Karneval zu absolvieren. „Wir haben aber immer noch richtig viel Spaß zusammen“, erklärt Anna-Lena.

Auch die Neunjährige ist Tänzerin in der Show-Garde Wuppertal. In ihrer Freizeit, die momentan sehr knapp bemessen ist, geht Anna-Lena mit ihrem Bruder gerne Schwimmen. „Und das gefällt mir genauso gut wie das Prinzessin sein,“ sagt das quirlige Mädchen mit den großen hellblauen Augen.

Hobbys hat ihr Prinz natürlich ebenfalls. Jan macht Taekwondo, spielt auch mal gerne auf der Konsole „Fifa 14“ oder geht mit Freunden ins Kino. Einen Kinobesuch plant der Elfjährige auch für Weiberfastnacht, wenn er das Zepter an seine Prinzessin abgeben muss. Endlich die Macht zu haben, findet Anna-Lena selbstredend fabelhaft und freut sich schon sehr auf den kommenden Donnerstag. Dabei kann sie sich eigentlich nicht beklagen, trägt ihr Prinz sie doch regelmäßig auf Händen.

Die beiden Tollitäten im Miniaturformat legen bei jedem Auftritt eine heiße Sohle aufs Parkett. Wenn Jan I. dann seine Prinzessin hochhebt und sich mit ihr zur Musik des Films „Flashdance“ dreht, ist der ganze Saal verzückt. So auch am Freitag an der Stockmannsmühle. Dabei hatte Jan die Bewohner des Paul-Hanisch-Hauses bereits zuvor für sich gewonnen, als er sagte: „Wenn ich ich mich hier umschaue, sollte dieses Haus Jugendheim heißen.“ Dafür gab es viel Beifall, denn alle lieben das Kinderprinzenpaar.