Junior Uni ist im Zeitplan: Lob bei der Baustellen-Besichtigung

Junior Uni ist im Zeitplan: Lob bei der Baustellen-Besichtigung

Die Baustelle der Junior Uni erhielt jetzt Besuch von Mitgliedern der SPD-Fraktion.

Wuppertal. Mehrfach muss Ernst-Andreas Ziegler seine Stimmbänder bis zum Äußersten strapazieren. Doch für den Geschäftsführer der Junior-Uni ist der an- und abschwellende Lärm von Bohrern und Fräsen Musik in den Ohren.

Auf der Baustelle am Brögel in Unterbarmen gehen die Arbeiten voran und das macht Ziegler optimistisch. „Wir sind im Zeitplan, im November werden wir den Neubau der Junior-Uni beziehen“, verspricht Ziegler den Mitgliedern der SPD-Fraktion während einer Baustellenbesichtigung.

Überzeugungsarbeit hat er an gleicher Stelle in den vergangenen Monaten schon bei vielen Besuchergruppen geleistet. Und auch die SPD-Politiker lassen sich von Stockwerk zu Stockwerk mehr davon überzeugen, dass der Neubau der Junior-Uni im Zeit- und Kostenrahmen von 5 Millionen Euro mit viel Herzblut geschafft werden kann. 95 Prozent aller Gewerke sind bereits vergeben.

„Das hier war eine der schändlichsten Ecken in Wuppertal“, beginnt Ziegler seine Erläuterungen am Ausgang der Schwebebahnhaltestelle Loher Brücke und zeigt auf das Gelände, auf dem Jahrzehnte die Ruinen einer Farbfabrik standen. Im Herbst wird die Haltestelle den Zusatz „Junior-Uni“ erhalten. Zu Fuß und ohne eine Straße überqueren zu müssen, werden die jungen Besucher, wenn sie mit der Schwebebahn anreisen, nach einem „Katzensprung“ das Foyer der Junior-Uni erreicht haben. Der Zugang zur Loher Straße muss zuvor noch aufgeschüttet werden, nur ein kleines Gefälle bliebt bestehen.

In dem Rohbau sind die Strukturen des Gebäudes schon deutlich zu erkennen. Der meiste Platz wird den 15 Seminarräumen sowie den zwei großen und zwei kleineren Laboren eingeräumt. Bis auf das Foyer handelt es sich um relativ kleine Räume, die auf Gruppengrößen von nicht mehr als 15 Studierenden zielen. „Wir werden nach dem Einzug nicht im Turbotempo wachsen“, sagt Ziegler. Zweieinhalb Jahre werde man sich Zeit lassen, bevor man die vielfältigen Möglichkeiten des Gebäudes voll ausnutze und das Haus fülle.

Sollte — wovon er nicht ausgehe — irgendwann einmal die Nachfrage nach den Kursen nachlassen — könne das Obergeschoss anderweitig vermietet werden. Doch danach einer nachhaltigen Finanzplanung, 50 Sponsoren und vielen Einzelunterstützern sowie der aktuell angesichts der großen Nachfrage nach den Ferienkursen nicht aus. Der SPD-Fraktionsvorsitzende Klaus Jürgen Reese zeigten sich beeindruckt von den Fortschritten auf der Baustelle. Grund für kritische Nachfragen gab es da nicht.

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