Junior Uni ist der Hit für Nachwuchsforscher

Junior Uni ist der Hit für Nachwuchsforscher

Am Dienstag beginnt das Sommersemester: Mehr als 2000 Plätze sind für die 137 Kurse bereits vergeben worden.

Wuppertal. Die Junior Uni setzt ihre Erfolgsgeschichte im Neubau am Brögel fort. Innerhalb kürzester Zeit sind für das heute beginnende Sommersemester mehr als 2000 Plätze in 137 Kursen vergeben worden. „2000 weitere Anfragen verzeichnet die Warteliste. „Wie funktioniert mein Körper?“, Industriedesign a’ la Daniel Düsentrieb“ oder „Digitale Musikproduktion“ heißen Kurse, die schon am alten Standort an der Friedrich-Engels-Allee die Nachwuchsforscher im Alter von vier bis 18 Jahren besonders stark angelockt haben.

Weil die Nachfrage so groß ist, überlegen wir Kurse, die am meisten gefragt sind, doppelt oder dreizügig laufen zu lassen“, berichtet Erst-Andreas Ziegler, Geschäftsführer der Junior Uni. Der Riesenansturm sei für ihn Verpflichtung und Bestätigung zu gleich. „Ich bin erleichtert, weil wir nun sicher sein können, dass es richtig war, neu zu bauen und nicht in eine umgebaute Schule zu gehen“, sagt Ziegler.

Für den Neubau Am Brögel hatte sich auch Uni-Rektor Lambert T. Koch ausgesprochen, der vor einigen Tagen zum Hochschulrektor des Jahres gewählt worden ist. Die Junior Uni habe stets Unterstützung durch die große Bergische Universität erfahren, betont Ziegler. „Man kann gar nicht früh genug damit anfangen, Kinder im Denken freizulassen“, begründet Lambert T. Koch sein Engagement.

Koch sieht die Junior Uni als wichtiges Glied der Bergischen Bildungskette und fördert daher die Zusammenarbeit zwischen der großen Universität auf dem Berg und der Junior Uni im Tal, die wiederum auch zu einer Anlaufstelle für Kindergärten und Schulen geworden ist.

Lambert T. Koch über die Junior Uni

Die Verknüpfungen zwischen der Hochschule und Junior Uni sind vielfältig und besonders intensiv. Einige Hochschulprofessoren sind auch als Dozenten an der Junior Uni tätig, wo sie als Wissenspaten mit genauso viel Spaß lehren wie die Kinder von ihnen lernen.

„Die Junior Uni sollte ein Hobby sein, wie es Sport im Verein oder die Musik ist“, beschreibt Ernst-Andreas Ziegler seinen Wunsch.

Da das Gehirn im Alter zwischen vier und sieben Jahren die größte Aufnahmekapazität aufweise, würden in dieser Altersgruppe Grundlagen für die Schule, das Studium oder die Berufsausbildung gelegt. „Die Kinder lernen, dass sie auch anders denken dürfen. Kreativität ist die beste Antwort auf viele Herausforderungen der Globalisierung“, glaubt Lambert T. Koch, der die Junior Uni Leistungsstützpunkt für die Kreativitätsförderung sieht.

Eine Studie der Bergischen Universität belegt, dass die Junior Uni auch Kinder aus einkommensschwachen und bildungsfernen Familien erreicht. „Damit es dabei bleibt, läuft die Anmeldung weiterhin nicht nur per Internet. Wir werden weiter auch telefonische und persönliche Anmeldungen entgegennehmen“, verspricht Ernst-Andreas Ziegler.

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