Junior-Uni: 4,7 Millionen für einen Neubau am Brögel

Junior-Uni: 4,7 Millionen für einen Neubau am Brögel

Funktionsbau neben Bahnhof Loher Brücke. Kursangebot soll erweitert werden.

Wuppertal. Das Grundstück ist gekauft, die Architekten sind beauftragt und mit mehr als 3,2 Millionen Euro sind bereits zwei Drittel der Baukosten gesichert: Nach langen Diskussionen um die Notwendigkeit eines Neubaus für die Junior Uni nehmen die Pläne für den Brögel jetzt konkrete Formen an. Für 4,7 Millionen Euro soll direkt neben dem Schwebebahnhof Loher Brücke ein Funktionsbau entstehen — finanziert durch private Spenden, darunter die EDE-Stiftung, die Jackstädt-Stiftung und das Knipex-Werk C. Putsch KG. Baubeginn ist für den Sommer geplant. Im Herbst 2013 soll der Neubau an der Wupper laut aktuellem Zeitplan bezogen werden.

„In dem bisherigen Provisorium haben wir nur fünf Seminarräume und kein Labor“, begründet Projekt-Initiator Ernst-Andreas Ziegler den notwendig gewordenen Umzug. Außerdem sei das Gebäude nicht behindertengerecht. „Gleichzeitig werden wir nach wie vor überrannt.“ Gegen die Nutzung eines bestehenden Gebäudes haben hohe Miet- und Unterhaltungskosten gesprochen. Außerdem waren die Standorte ungeeignet, so Ziegler.

Mit der Planung des Neubaus sind die Wuppertaler Architekten Hans-Christoph Gödeking und Johannes Niedworok beauftragt. Auf dem etwa 1800 Quadratmeter großem Grundstück, das die Junior Uni zu „marktüblichen Konditionen“ von der Stadt erworben hat, entsteht ein vierstöckiger, futuristischer Bau mit Elementen in den Farben der Junior Uni. Der amöbenförmige Bau mit knapp 2000 Quadratmetern Fläche hat Platz für 16 Seminarräume und drei Labore.

„Das Gebäude wird von außen sehr attraktiv. Ein echter Hingucker an der Wupper“, sagt Ziegler. Innen überwiege der Industriecharakter. Alles werde kostengünstig gestaltet. So sollen zum Beispiel die Leitungen über Putz verlegt werden.

Mit dem Neubau will die Junior Uni ihr Angebot verdreifachen. In Zukunft soll es dann auch geistes- und sprachwissenschaftliche Kurse geben. Zudem ist eine Kooperation mit dem Wupperverband geplant, das Thema Wasser soll mehr in den Vordergrund rücken.

Die Junior Uni ist das ganze Jahr über für Kinder ab vier Jahren bis zum Abitur geöffnet. Bisher gab es etwa 14.000 Kursplätze, rund 9000 Kinder und Jugendliche haben das Angebot genutzt. Die meisten kommen aus Wuppertal und Umgebung.

Laut Bergischer Universität, die die Junior Uni wissenschaftlich begleitet, kommt etwa die Hälfte der Studenten aus bildungsschwachen Schichten. „Die Mischung macht’s“, sagt Ziegler. „Bei uns können talentierte Gymnasiasten gemeinsam mit talentierten Hauptschülern forschen und lernen. Darauf sind wir stolz.“

Mehr von Westdeutsche Zeitung