GA-Pokal : CSC lässt nicht locker

Beim 18:0-Erfolg macht der Neu-Oberligist bis zum Schluss Tempo und überfordert die sich tapfer wehrenden Sportfreunde Wuppertal.

Wuppertal. Dass eine Mannschaft 18 Tore in einem Spiel macht, hat es in 56 Jahren GA-Pokal noch nicht häufig gegeben. Doch das kann passieren, wenn wie Sonntag eine motivierte Oberliga-Mannschaft auf einen B-Kreisligisten trifft, dem alle tapfere Gegenwehr nichts nutzt. So hieß es nach 90 Minuten an der Hauptstraße zwischen Oberliga-Aufsteiger Cronenberger SC und den unverdrossenen Sportfreunden Wuppertal 18:0 (10:0).

„So viele Tore habe ich hier in Cronenberg bisher noch nicht erlebt“, postete CSC-Co-Trainer Fasil Arafkas nachher mit einem Smiley an seinen Chef Markus Dönninghaus, der gerade Familienurlaub macht und von Arafkas sehr engagiert vertreten wird. „Ich hab den Jungs gesagt, sie sollen hier bis zum Schluss Tempo machen, schließlich hätten wir sonst trainiert“, meinte Arafkas, der am Spielfeldrand bis zum Schuss motivierte, Hinweise und Anweisungen gab.

Respekt verdienten sich allerdings auch die Sportfreunde. „Wir sind noch früh in der Vorbereitung und formieren uns noch, da ist ein solcher Gegner natürlich eine Nummer zu groß“, sagte der sportliche Leiter Dennis Ruhnau.

Er erkannte aber gleichermaßen an, dass niemand auf dem Feld trotz des hohe Rückstands und der Tatsache, dass allen noch die zuletzt täglichen Trainingseinheiten in den Knochen steckten, sich hängen ließ und der Einsatz ebenso groß wie fair war. „Ich fand, in der zweiten Halbzeit haben wir das durchaus besser gemacht“, fand SF-Spieler Sascha Langel, der nach 74 Minuten für Spielertrainer Krzysztof Benedyk rausdurfte. Seinen jungen CSC-Gegenspielern, die alle noch nicht die 20 erreicht oder nur wenig überschritten haben, hatte er scherzhaft angeboten: „Ihr dürft mich Papa nennen.“ Die zeigten sich, zumindest spieltechnisch, humorlos. Allein Martin Müller traf achtmal und fabrizierte dabei zwei lupenreine Hattricks. Aber auch seine Mitspieler machten es gut, allen voran Marvin Mühlhause, der sich immer mehr zum Top-Neuzugang entwickelt. Dabei fehlten auch beim CSC noch etliche, die angeschlagen sind, oder geschont wurden. Und dabei hielten die SF-Torleute Marcel Böhmer (musste nach 28 Minuten raus, als er bei einer Superparade umknickte) und Anil Erkan (ersetzte ihn, und ist eigentlich Feldspieler) mehrfach glänzend. Fast jeder hätte Erkan wohl den Ehrentreffer gegönnt, als er nach 75. Minuten zum Foulelfmeter antrat. Regionalligia-Schiedsrichter Christian Szewczyk hatte zuvor ein Schubsen gegen Ömür Aycel im Strafraum gesehen. Doch CSC-Torwart Marcel Langendorf parierte den stramm geschossenen Strafstoß.

So oder so bleibt Titelverteidiger Cronenberger SC im GA-Pokal auch für dieses Jahr ein ganz heißes Eisen.

Mehr von Westdeutsche Zeitung