Schatzmeister: Burkhard Clingen betreut die Trassen-Kasse

Schatzmeister: Burkhard Clingen betreut die Trassen-Kasse

Serie: Die Macher der Nordbahntrasse. Burkhard Clingen ist Schatzmeister der Wuppertal Bewegung.

Wuppertal. „Das Finanzielle, das ist mein Metier“, sagt Burkhard Clingen. Zahlen und Bilanzen sind für den Diplomkaufmann, der sich während seines Berufslebens als Wirtschaftsprüfer und Steuerberater einen Namen gemacht hat, das tägliche Brot. Als Günther Ischebeck, einer der Kernmitstreiter der Wuppertal Bewegung, ihn ansprach, ob er im Bürgerverein als Schatzmeister tätig werden könnte, „da sagte ich sofort zu. Schließlich muss eine solche Unternehmung auf soliden Füßen stehen.“

Seit einem Jahr ist der 69 Jahre alte Unruheständler einer der Aktivposten, der im Hintergrund dafür sorgt, dass aus dem Projekt Nordbahntrasse etwas wird. Zu seinen Aufgaben gehören alle Dinge, die zu Rechnungswesen, Bilanzfinanzierung und dem weiten Feld der Fördermittel zählen. „Wir sind ein Team, keiner mag oder muss sich in den Vordergrund spielen“, sagt Clingen.

Als „Leuchtturmprojekt“ lobt er die Idee, dieses Stück Natur namens Nordbahntrasse als Rad- und Wanderweg zu reaktivieren. „Das ist Carsten Gerhardts Verdienst.“ Was er selbst macht, nämlich salopp gesprochen dafür zu sorgen, dass die Kasse stimmt, stuft er als „einen Leistungsbeitrag aus der zweiten Reihe“ ein. Dabei ist es ein „dramatischer Papierzirkus“, all die notwendigen Unterlagen für all die finanziellen Abwicklungen, die „nun einmal nötig sind, wenn es um Fördermittel geht“, im Griff zu halten.

Zwischendurch, noch vor seiner Zeit, hatten sich die Fronten zwischen Stadt und Wuppertabewegten verhärtet, der Frust war auf beiden Seiten groß, „das sind oft schwierige Gespräche. Wichtig ist, zueinander zu finden, um gute Ergebnisse zu erzielen. Ich habe konstruktive Ansprechpartner bei der Stadt, da gibt es ein gegenseitiges sich Wertschätzen.“Clingens Wunsch: Mir wäre es schon genug, würden die gegenwärtigen Zeitpläne eingehalten.“ Alles Engagement „lohnt sich unbedingt, das wird eine tolle Sache, eine wirkliche Bereicherung.“ Allerdings sei es nicht damit getan, das Projekt jetzt zu realisieren. Clingen: „Das ist eine Daueraufgabe. Wir haben für 20 Jahre die Betreiberpflicht.“

Also muss kontinuierlich nach Sponsoren gesucht und müssen weitere Ehrenamtler gefunden werden. „Wir lieben diese Stadt“, ist Clingen optimistisch, dass die eigene Begeisterung für die Sache weiterhin andere inspiriert. Er selbst, nach Eigenaussage in der Jugendzeit ein großer Rollschuhläufer, freut sich übrigens auf „schöne Spaziergänge“ entlang der Trasse.

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