Mirke: Rückenwind für die Trassenbauer

Die Stadtsparkasse hat auf der Brücke an der Uellendahler Straße den Lückenschluss ermöglicht. Jetzt werden wichtige Weichen für die Zukunft des Rad- und Wanderwegs gestellt.

Elberfeld. Auch in den Herbstwochen läuft das Projekt Nordbahntrasse — vor und hinter den Kulissen: Während beim Wegebau der Abschnitt von Barmen bis nach Nächstebreck in den Blick rückt, führt die Wuppertal Bewegung mit der Stadt Gespräche über den Trassenbetrieb nach der offiziellen Freigabe als Verkehrsweg im nächsten Jahr.

Am Donnerstag bedankte sich der Verein an der Mirke aber erst einmal bei der Stadtsparkasse als Großsponsor — und stellte weitere Projekte in Aussicht: Es zeige sich mehr und mehr, dass die Trasse auch der Wirtschaft nutze, erklärt Carsten Gerhardt, Vorsitzender der Wuppertal Bewegung, beim Treffen auf der Brücke Uellendahler Straße.

Den provisorischen Lückenschluss — nach Vorarbeiten des Wichernhauses gab es dort im Sommer ein großes Bürgerpflastern — hat die Stadtsparkasse gesponsert. Gut 8000 Euro wurden in diese Passage investiert, und das auch, um eine Gefahrenstelle zu entschärfen. Wie berichtet, wird das Pflaster auf der Brücke nach dem endgültigen Wegebau an anderer Stelle neu eingesetzt.

Die Trassenbrücke Uellendahl steht selbst aller Voraussicht nach erst Ende 2014 zur Sanierung an. Gerade auch bei der Vermarktung neuer Wohngebiete — wie am Bergischen Plateau — zeige sich der wirtschaftliche Stellenwert der Nordbahntrasse, sagt Gerhardt. Sparkassensprecher Jürgen Harmke bezeichnet sie als „Vorzeigeprojekt“.

Die Umwidmung der Trasse zum Verkehrsweg muss von langer Hand vorbereitet werden: Die Regelung des Winterdienstes steht dabei ebenso auf der Agenda wie der Grünschnitt oder die Leerung der Abfallbehälter.

Aktuell läuft der Wegebau im Bereich Bramdelle und Linderhauser Straße auf der Strecke nach Nächstebreck. Die Wuppertal Bewegung erwägt außerdem die Fertigstellung kürzerer Teilstücke in Barmen, die später dann an den kompletten Weg angeschlossen werden.

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