Die Nordbahntrasse wächst jetzt weiter

Mitarbeiter des Wichernhauses sind bei Wind und Wetter im Einsatz.

Wuppertal. Gute Nachrichten zum Jahreswechsel von der Nordbahntrasse: Wenn das Wetter mitspielt, wird der Abschnitt zwischen Briller Straße und Ottenbruch — und im Anschluss daran vom Zugang am Dorrenberg aus bis zum Mirker Bahnhof — aller Voraussicht nach Ende Januar gepflastert sein.

Und auch die Stadt berichtet in diesem Zusammenhang von einer „Klasse-Leistung des zweiten Arbeitsmarktes auf der Trasse“: Bei Wind und Wetter seien die gut 25 Mitarbeiter des Wichernhauses im Einsatz. Seite Mitte Dezember wachse die Strecke dadurch täglich im Schnitt um 50 bis 70 Meter.

Was die Nutzer der Trasse ebenfalls freuen dürfte: Nach Abschluss der aktuellen Arbeiten, die nach dem Jahreswechsel wieder in die Vollen gehen, wäre dieser zentrale Teil der Trasse aus Sicht der Stadt dann komplett begehbar — abgesehen vom nach wie vor gesperrten Tunnel Dorrenberg. Unter Beachtung des Artenschutzes kann dort erst im April weiter gearbeitet werden (die WZ berichtete). Die Tunnelsanierung wird nach Einschätzung der Verwaltung im Frühjahr etwa drei Monate in Anspruch nehmen.

Sobald das Pflaster verlegt ist, wird ebenfalls mit Kräften des zweiten Arbeitsmarktes der Randstein auf der Nordseite gesetzt, was zwei bis drei Wochen in Anspruch nehmen dürfte. Dann ist der Weg im wahrsten Sinne des Wortes frei für die Firma Dormann, die mit den Zufahrten der Trasse in diesem Abschnitt beauftragt wurde und im Anschluss daran Schotter und Asphalt aufbringt — ebenfalls gut zwei bis drei Wochen lang.

Am Freitag vor Weihnachten traf sich der Lenkungskreis für die Nordbahntrasse zur mittlerweile 86. Gesprächsrunde — auch, um nach wie vor strittige Punkte zwischen der Wuppertal Bewegung und der Stadtverwaltung zu klären. So stehen Anfang Januar Gespräche zur konkreten Ausführungsplanung an. Vorab hat die Wuppertal Bewegung unter anderem die Vorlage ausgedruckter und gut lesbarer Baupläne angemahnt, um im Januar „auf Augenhöhe“ mitentscheiden zu können.

Geplant ist offensichtlich, den Lenkungskreis in Zukunft nur noch monatlich zusammenkommen zu lassen, während es im Wochenrhythmus Planungsgespräche zu den konkreten Bauvorhaben gehen soll.

Unterdessen rechnet die Stadt im Januar mit dem letzten noch ausstehenden Förderbescheid für die Außenäste der Nordbahntrasse. Dem Vernehmen nach ist der Bescheid aus Düsseldorf nur noch eine Formsache.

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