415 Leuchten für die Nordbahntrasse

In dieser Woche wird erörtert, welche markanten Punkte am Rad- und Wanderweg in Szene gesetzt werden.

Wuppertal. Während der Wegebau auf der Nordbahntrasse nach dem Winter weitergeht und in den nächsten Wochen vor allen Dingen den Wuppertaler Westen erschließt, laufen die Verhandlungen und Gespräche über die weitere Beleuchtung der Nordbahntrasse. Der Wuppertal Bewegung geht es — als Initiatorin des zwei Millionen Euro teuren LED-Projekts aus Fördermitteln des Bundes — dabei auch um konkrete Zahlen.

Wie berichtet, ermöglichen Einsparungen aus der europaweiten Ausschreibung und der vorübergehende Verzicht auf eine Beleuchtung des Tunnels Schee die Montage von LED-Leuchten zwischen Varresbeck und Vohwinkel. Nach Information der Stadt waren zunächst 402 Leuchtpunkte auf der Trasse geplant — zuzüglich der Inszenierung besonders markanter Punkte auf der Strecke, etwa an großen Viadukten.

Die besagten Einsparungen im Zwei-Millionen-Budget ermöglichen jetzt aber noch 73 weitere Leuchtpunkte für den Außenbereich West, so dass es auf lange Sicht insgesamt also 475 Lampen auf der Trasse geben wird. Dass es erst einmal „nur“ 415 werden, hat damit zu tun, dass der Tunnel Schee — er wird ab April zwei Jahre lang saniert — mit 60 Lichtpunkten eingeplant ist. Diese Beleuchtung kann aber erst nach Abschluss der Bauarbeiten installiert werden und fällt damit aus dem aktuellen LED-Projekt heraus.

Damit ist die Verschiebung im Nordosten der Trasse ein Glücksfall für den Westen: So profitiert zum Beispiel auch die Lüntenbeck mit ihrem Schloss und dem Projekt „Grüne Meile“ von der geplanten Trassenbeleuchtung.

Und wie setzen sich die erzielten Einsparungen zugunsten der Trasse im Westen konkret zusammen? Allein der Aufschub im Tunnel Schee schlägt laut Stadt mit 120.000 Euro zu Buche. Dessen Beleuchtung soll 2014 auf anderem Weg finanziert werden — etwa durch Sponsoren. Durch günstigere Ergebnisse der europaweiten Ausschreibungen kommen noch einmal gut 300.000 Euro hinzu, so dass eingesparte 420.000 Euro zur Verfügung stehen.

Ein Teil dieses Geldes, erklärt die Stadt, fließt in das Licht im Westen, während aus der eingesparten Summe auch Rücklagen für den Fall gebildet werden müssten, dass andere Posten des LED-Projekts teurer als geplant ausfallen.

Auf der Liste der Licht-Inszenierungen stehen derzeit als fest eingeplant der Viadukt am Steinweg, die Brücke an der Briller Straße und das markante Westportal am „Tanztunnel“ Dorrenberg. Aus dem Zwei-Millionen-Euro-Budget habe man unter anderem aber auch Artenschutz-Gutachten finanziert, erklärt Stadtsprecherin Martina Eckermann. Nach wie vor sei das LED-Projekt auf der Trasse ein Forschungsvorhaben von bundesweitem Interesse. Untersucht wird dabei, inwieweit sich Beleuchtungen dieser Art mit dem Artenschutz — etwa mit Blick auf Fledermaus-Reviere — vereinbaren lassen.

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