Wupperpark Ost wird später fertig

Während der Döppersberg-Umbau im Zeitplan liegt, verzögern sich die Arbeiten nördlich der B7. Das hat Folgen für das Café Cosa.

Döppersberg. Der Bau des Wupperpark Osts verzögert sich. Das hat die Stadt gestern bekanntgegeben. Sie begründet das mit der komplexen Planung und Abstimmung der einzelnen Vorhaben am Eingang zur Innenstadt. Dadurch verzögert sich auch der Umzug des Café Cosa aus der Übergangsbleibe am Kirchplatz.

Sämtliche Elemente der geplanten Fläche seien noch im Planungsstadium: der Bau des Parks, der neue Pavillon für die Tourismus-Information, das Café Cosa und „das hinzugekommene Sahnestück des gesamten Areals: die Revitalisierung des unterirdischen Bunkers“, durch Investoren-Brüder Riedel, zählt die Stadt auf.

Diese Einzelteile zu verzahnen und dabei im Zeitplan — bis Ende 2018 — zu bleiben, erweist sich als Schwierigkeit. Sowohl für den Wupperpark als auch für die künftigen Zugänge in den Tiefbunker seien aufwendige Erdarbeiten notwendig, die nur hintereinander erledigt werden könnten, so die Verwaltung. So muss der Bunker freigelegt, dann durchbrochen und entkernt werden, bevor erst der Info-Pavillon, dann ein gläserner Zugang zum Bunker und schließlich das Café Cosa gebaut werden können. Martina Eckermann, Sprecherin der Stadt, erklärt, dass das nur in dieser Reihenfolge ginge, weil die Baustelle nur vom Brausenwerth angefahren werden könnte, nicht über die Alte Freiheit und die neue Geschäftsbrücke.

Aktuell könne die Arbeit am Park nicht beginnen, weil der als Baustelleneinrichtungsflächen für die Baustellen rundherum gebraucht wird — und vertraglich zugesichert wurde —, zurzeit für die Arbeiten auf der Wupperbrücke am Schwebebahnhof. Eckermann sagt, die Stadt versuche, den Zeitraum zu verkürzen.

Das Gebäudemanagement als Bauherr kündigt einen verbindlichen Zeitplan an, sobald die Verhandlungen über die Nutzung der Fläche abgeschlossen seien. Bisher geht die Stadt offiziell von wenigen Wochen Verzögerung aus, die dann vor allem das Café Cosa betreffen.

Denn bis Ende 2018 soll zumindest der Info-Pavillon stehen, wenn auch von innen noch nicht vollständig ausgebaut — denn das ist vertraglich mit Signature Capital vereinbart, um die Sichtachsen am Döppersberg zu gewährleisten und ein vollständiges Ensemble zu zeigen, wenn die Fußgänger über die neuen Wege gehen.

Das Café Cosa soll „nach heutigem Stand“ Anfang 2019 abgeschlossen sein, heißt es vonseiten der Stadt. Die Anlaufstelle für alkohol- und suchtkranke Menschen, betrieben vom Freundes- und Förderkreis Suchtkrankenhilfe, soll spätestens bis Frühjahr 2019 aus ihrem Übergangsdomizil am Kirchplatz zum neuen Standort umziehen, versichert die Verwaltung. Nach WZ-Informationen heißt es aber schon, dass auch 2019 nicht zu halten sein wird.

Die Suchthilfe zieht Anfang 2018 um, wenn das Köbo-Haus umgebaut wird. Im Turmviertel hat man das mit Unmut zur Kenntnis genommen. Die Verlängerung dürfte jetzt auf wenig Begeisterung stoßen, zumal nicht klar ist, wie lange sie dauern wird.

Suchthilfe als Mieter und Evangelische Kirche als Vermieter haben indes Weitsicht gezeigt, und eine Option auf Verlängerung ausgehandelt, so Gerry Kasper, Geschäftsführer des Freundes- und Förderkreises Suchtkrankenhilfe e.V.. Eine hundertprozentige Sicherheit für das Einzugsdatum gebe es eben bei Neubauprojekten nicht, so Kasper.