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Stadt sieht Döppersberg-Umbau trotz erster Probleme im Plan

Stadt sieht Döppersberg-Umbau trotz erster Probleme im Plan

Auf der Großbaustelle hat sich lange nichts bewegt. Jetzt rückt der Kampfmittelräumdienst an.

Wuppertal. Die Stadt gibt Entwarnung: Trotz wochen- beziehungsweise monatelanger Verzögerungen beim Umbau der Straße Döppersberg und bei der Ausschreibung für den Abriss des Bahnhofsvorbaus (die WZ berichtete) sei weder der Zeitplan noch der Kostenrahmen des Gesamtprojekts aus den Fugen geraten. Es bleibe dabei: 2017 soll der neue Döppersberg fertig sein, der städtische Anteil bleibe mit Kosten von 105 Millionen Euro gedeckelt.

Die Straße am Döppersberg ist zwar bereits seit dem 29. Oktober für den Durchgangsverkehr gesperrt, aber der erste Bagger wurde erst drei Wochen später auf der Baustelle in Stellung gebracht. Dort wird in den kommenden Tagen der Kampfmittelräumdienst zum Einsatz kommen. Erst nach Bohrungen kann ausgeschlossen werden, dass sich tief im Untergrund noch Blindgänger aus dem Krieg befinden. Außerdem stehen zurzeit Vorarbeiten der Wuppertaler Stadtwerke und der Telekom an. Eine zentrale Telefonleitung sowie ein Kanal müssen gesichert werden.

Im Anschluss soll mit umfangreichen Erdarbeiten für die neue Stützwand am Intercity Hotel begonnen werden. Bildlich gesprochen muss dort der komplette Hang abgetragen werden. Etwa zwei Jahre wird es dauern, bis die Straße Döppersberg vor dem Wuppertal-Institut und dem Hotel abgegraben ist und die Straße dann neben dem Hotel zur Kreuzung Brausenwerth führt. Die alte Stützwand und die Treppe neben dem Hotel werden abgerissen.

Der bisherige Zeitverzug beim Umbau der Straße Döppersberg könne im Verlauf der weiteren Arbeiten problemlos ausgeglichen werden, so die Stadt. Das gelte auch für die Probleme beim Abriss des Bahnhof-Vorbaus. Hier hatte die erste Ausschreibung aus Sicht der Stadt nicht das erhoffte Ergebnis gebracht. „Die Arbeiten für den Abbruch und die Elektrik wollen wir bei der erneuten Ausschreibung getrennt vergeben“, kündigte Stadtsprecherin Martina Eckermann an.

Hintergrund: Bei der ersten Ausschreibung habe man Angebote erhalten, die deutlich über den kalkulierten Kosten gelegen hätten. Laut einem Ratsbeschluss sind die Kosten für das Gesamtprojekt gedeckelt.

Mehrkosten in einem Bauabschnitt — wie dem Abriss des Bahnhofsvorbaus — müssen durch Einsparungen in anderen Bauabschnitten ausgeglichen werden. Die Suche nach einem privaten Investor für den sogenannten Investorenkubus ist bisher ohne Erfolg geblieben.