Großbaustelle in Elberfeld: Jetzt wird es eng am Wall

Großbaustelle in Elberfeld: Jetzt wird es eng am Wall

Der Wall wird auf drei Spuren verbreitert, damit er ab Sommer 2014 Standort des Busbahnhofs werden kann.

Elberfeld. Absperrgitter und Parkverbotsschilder haben es schon seit einer Woche unübersehbar gemacht: Heute wird der Wall für fast ein Jahr zur Großbaustelle. Die Straße wird auf drei Fahrspuren verbreitert, damit Busse sie künftig im Zweirichtungsverkehr befahren können. Denn ab Juni 2014 wird der Busbahnhof im Zuge des Döppersberg-Umbaus von der Bundesallee an den Wall verlegt (siehe Grafik, Bild 2). 100 Busse pro Stunde muss die Straße dann laut Berechnungen der WSW verkraften. Circa 35.000 Fahrgäste pro Tag werden dort ein- und aussteigen.

Die Umbauarbeiten beginnen zunächst an den beiden Enden der Straße, an der Einmündung zur Schloßbleiche und am Neumarkt. Insgesamt sind neun Bauabschnitte vorgesehen, die nach und nach mit einer Pause in der Adventszeit (siehe Kasten) abgearbeitet werden. Lieferanten, die die Geschäfte in der Fußgängerzone bedienen, sollen während der gesamten Bauzeit den Wall befahren dürfen.

Bis zum Sommer 2014 wird der Wall so umgebaut, dass sich die Bushaltestellen dann über seine gesamte Länge ziehen werden. Die Busse in Fahrtrichtung Norden fahren wie gehabt vor dem Von der Heydt-Museum, während die in Richtung Süden später dort halten sollen, wo jetzt noch das Koch-am-Wall-Gebäude steht. Dort wartet allerdings die nächste Baustelle: Wie berichtet wird das Gebäude ab Jahresende abgerissen und bis 2015 durch einen Neubau ersetzt. Laut Stadt geschieht das unter der Auflage, dass durch die Bauarbeiten „kein Meter“ des ohnehin verknappten Bürgersteigs am Wall verloren geht.

Denn der Platz für die dritte Fahrspur kann nur auf Kosten der Gehsteige geschaffen werden. Für die Fußgänger wird es am Wall also eng — bereits die Absperrungen im Vorfeld der Baustelle haben für Kritik gesorgt. Ganz zu schweigen davon, dass während der Bauarbeiten Lärm und Dreck drohen. Hannelore Reichl von der städtischen Verkehrsplanung hat daher schon eingeräumt: „Das ist kein Idealzustand.“

Mehr von Westdeutsche Zeitung