Großbaustelle Döppersberg erst im nächsten Jahr

Umbau: Nach dem offiziellen Termin am 30.Juni mit Ministerpräsident Rüttgers vergeht bis zu größeren Arbeiten mindestens noch ein halbes Jahr.

Wuppertal. Es ist das größte und bedeutendste Stadtentwicklungsprojekt der kommenden Jahre. Und der Beginn steht unmittelbar bevor: Offizieller Auftakt für den Umbau Döppersberg ist am Dienstag, 30. Juni. Um 10.15 Uhr soll es beim Besuch von Ministerpräsident Jürgen Rüttgers losgehen. Die Stadt erwartet mehrere hundert Gäste.

Einen so genannten ersten Spatenstich wird es an diesem Tag allerdings nicht geben. Stattdessen wird Rüttgers einen symbolischen Startknopf drücken - danach ist hinter der Bühne eine mehrere Meter hohe und breite Animation mit dem neuen Döppersberg zu sehen. Im Umfeld gibt es weitere Bilder des Projekts.

Vor dem Besuch des Ministerpräsidenten ist die Hoffnung bei allen Beteiligten groß, Rüttgers werde nach der Förderzusage auch einen Förderbescheid mit nach Wuppertal bringen. Das heißt umgekehrt: Hätte er keinen Bescheid im Gepäck, wäre die Enttäuschung riesig. Ob mit oder ohne einen weiteren Beleg für die Finanzierung des Umbaus: "Die Operation am offenen Herzen", wie viele Experten den Umbau an der Hauptverkehrsader nennen, beginnt nicht unmittelbar nach dem Rüttgers-Besuch.

Nach dem Auftakt folgen zunächst einmal kleinere Maßnahmen, die das Leben in der Stadt kaum beeinflussen werden. Bis mit der Herrichtung des neuen Busbahnhofs auf dem derzeitigen Park-&Ride-Parkplatz und dem Bau der ersten Tiefgarage begonnen wird, vergeht noch etwa ein halbes Jahr.

Ohne weitere finanzielle Absicherungen macht die Stadt die nächsten Schritte nicht. Und auch die müssen noch in die Feinplanung.

Dass die Stadt die Privatinvestoren für den so genannten Investorenkubus, die Geschäftsbrücke, die Geschäftspassage und die zweite Tiefgarage noch nicht konkret benennen kann, macht Baudezernent Frank Meyer allerdings nicht nervös. Derzeitige Gespräche liefen gut. Sollten die trotzdem nicht zum Abschluss führen, ließen sich bestimmt auch andere Investoren finden. Denn je konkreter das Gesamtprojekt werde, desto mehr wachse das Interesse der Privatwirtschaft.

Es konnten noch etliche Monate vergehen, ohne dass die Bauplanung Probleme bekomme. Und notfalls könnten die privat finanzierten Projekte auch später integriert werden.

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