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Am Mittwoch wird’s ernst auf den Straßen, oder etwa nicht?

Am Mittwoch wird’s ernst auf den Straßen, oder etwa nicht?

Die Umleitungen funktionieren bisher weitgehend. Lichtscheid und der Kiesbergtunnel machen Sorgen.

Wuppertal. Gutes Omen oder falsches Datum? Für viele Arbeitnehmer sollte am Montag der Ernst des Lebens wieder begonnen haben. Das ist derselbe Ernst, der am Mittwoch auf Wuppertals Schüler wartet. Wer nun aber angenommen hat, dass durch die berufstätigen Mütter und Väter Wuppertals Straßen am Montag schon verstopft sein würden, der sah sich getäuscht. Nichts los auf dem Robert-Daum-Platz zwischen 7 und 8 Uhr. Kein Stau auf der Tannenbergstraße, kein Chaos auf der Wolkenburg. Nichts.

Entweder wird das Ferienende nicht so schlimm, wie viele es durch die Umleitungen im Zuge des Döppersbergs-Projektes befürchtet haben, oder das dicke Ende kommt erst am Mittwoch. Abwarten. Wenn es kommt, wird es nicht zu übersehen sein.

Wie sich so ein dickes Ende mit Staus und Wartezeiten anfühlt, davon weiß ein Lied zu singen, wer mit dem Auto auf Lichtscheid unterwegs ist. Dort zieht die Bauhaus-Baustelle erhebliche Verkehrsstörungen nach sich. Montagmorgen waren Hunderte von Autofahrern der Verzweiflung nah.

Dieser Gemütszustand droht auch vielen Wuppertaler Handwerkern. Die kommen mit den derzeitigen Umleitungen laut Kreishandwerksmeister Arnd Krüger zwar leidlich gut zurecht. „Wenn es aber wirklich dazu kommen sollte, dass der Kiesbergtunnel ganz gesperrt wird, dann kriegen wir Probleme.“ Er hoffe, dass die Stadt eine Röhre in beiden Richtungen offenhalten dürfe. Gleichzeitig plädiert Krüger dafür, die Baustelle Vogelsaue zu beenden, damit Handwerker über diese Straße ins Briller Viertel einfahren können.

„Wenn ich mir das so ansehe mit Lichtscheid und Vogelsaue, frage ich mich, ob die in der Stadtverwaltung manchmal auch miteinander reden“, sagt Krüger.