Der liebe Herr Schaffner

Der liebe Herr Schaffner

Immer noch bestürzt ist W.Zetti über die gestrige Erzählung eines lieben Freundes. Der hatte am Sonntag seine Mutter nach Wuppertal eingeladen - na klar, zum Muttertag, inklusive leckerem Essen, Kaffeetrinken und dem ganzen Verwöhn-Programm.

Und dann das: Im Zug auf dem Weg ins Tal klauten unbekannte Langfinger der Mama die Brieftasche.

Die, schon etwas älter und völlig geschockt, wandte sich an den Zugbegleiter (früher, zu Staatsbahn-Zeiten, Schaffner genannt). Und, was hatte dieses Musterbeispiel an unbürokratischem Service-Gedanken der aufgelösten Mutter Hilfreiches zu sagen? Die magischen vier Worte des Berufsbeamtentums: "Ich bin nicht zuständig." Klar, dass des Freundes Mama auch vom späteren Spargelessen nicht zu trösten war. Und an die Bahn sei W.Zettis Botschaft gerichtet, frei nach Gorbi: Wer dem Kunden so blöd kommt, den bestrafen die Umsatzzahlen.

Mehr von Westdeutsche Zeitung