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Michael Groschek (SPD) unterstützt Helge Lindh im Wahlkampf

Michael Groschek (SPD) unterstützt Helge Lindh im Wahlkampf

Der SPD-Landeschef sprach vor den City-Arkaden mit Bürgern.

Wuppertal. Der Politprofi legt die Hand auf den Arm des Bürgers. SPD-Landesvorsitzender Michael Groschek blüht ganz offensichtlich im Straßenwahlkampf auf. Auge in Auge mit dem Bürger zeigte sich Groschek gestern am SPD-Stand vor den City-Arkaden, wo er Wuppertals Bundestagskandidaten (Wahlkreis 102) Helge Lindh zusammen mit Oberbürgermeister Andreas Mucke auf der Wahlkampfzielgeraden unterstützte. NRWs SPD-Chef war bereits in 38 Wahlkreisen unterwegs. Seinen festen Händedruck verteilte er an Haustüren und in Fußgängerzonen.

„Das Thema Nummer Eins sind Flüchtlinge und Zuwanderung“, sagt Groschek. Nicht selten versucht der SPD-Mann Menschen abzuholen, denen die CDU nicht mehr konservativ genug ist. Auch vor den City-Arkaden steuert unmittelbar ein verärgerter Senior auf den Politpromi zu und stellt schon nach wenigen Sätzen fest, dass er auf der Straße kaum noch Deutsche sieht, nur noch „vermummte Leute“. Groschek bügelt nicht ab, sondern fährt auch in diesem Fall den freundschaftlichen Arm aus. Nach einem kleinen Monolog über Sicherheit und Ausländer, kommt die Gegenfrage des SPD-Politikers: „Haben Sie eigentlich persönlich einmal schlechte Erfahrungen gemacht? Hat Ihnen einmal jemand auf der Straße Geld abgenommen, oder so etwas?“ Der Mann winkt ab: „Nee, nee.“

Michael Groschek sagt: „Wenn wir uns selbst ernst nehmen wollen, müssen wir den Leuten zuhören.“ Die jüngste NRW-Wahlniederlage habe das gezeigt. Nun machten die Sozialdemokraten deutlich mehr Hausbesuche als zur Landtagswahl. „Uns wurde nur zwei Mal die Tür zugeschlagen“, sagt der Ex-Minister. Von den Wahl-Prognosen wolle er sich nicht beeindrucken lassen. „Die einzige relevante Umfrage kommt am Sonntag.“

Auch Helge Lindh berichtet davon, auf offene Ohren gestoßen zu sein. Ihm mache der Straßenwahlkampf mehr Spaß als etwa Podiumsdiskussionen. „Ich will die echten Probleme zu hören bekommen“, sagt der Wahlkämpfer. Das bringe oft Idee und neue Erkenntnisse. „Unbezahlbar.“