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Sportlerwahl 2018 : Profikarriere fest im Blick

Triathlon Timo Schaffeld wurde bei seinem ersten Start auf Hawaii beim Ironman gleich Weltmeister.

13 700 Kilometer spulte Timo Schaffeld im letzten Jahr im Training auf dem Rad ab. Eine Strecke, die manche mit dem Auto in 365 Tagen nicht schaffen. Zusätzlich lief der Triathlet des SC Bayer 05 Uerdingen 2000 Kilometer durch Wald, Wiesen und auf der Bahn. Pro Woche legt der Bundeswehr-Offizier, Mitglied der Sportfördergruppe der Triathleten, auch noch 15 Kilometer in Uerdingen oder seinem Studienort Hamburg im Schwimmbad zurück.

Vom Fußball wechselte er
erst spät zum Triathlon

Das 22-jährige Talent gilt als große Hoffnung in der deutschen Triathlon-Szene, obwohl erst kurz dabei. Denn 14 Jahre lang jagte der Oberhausener zuvor dem Fußball hinterher, ging von den Bambini bis zur A-Jugend für Arminia Klosterhardt auf Torjagd: Schaffeld erinnert sich: „Als wir im letzten A-Jugendjahr angekommen waren, ist die Mannschaft auseinandergebrochen. Viele Spieler legten Wert auf Ausbildung und Studium, also musste ich mir was Neues suchen.“

Schaffeld fand schnell den Weg, startet seit drei Jahren für die Zweitliga-Triathleten des SC Bayer 05 Uerdingen. Gleich bei seinem ersten Start auf Hawaii über die volle Ironman-Distanz mit 3,86 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und einem Marathonlauf wurde er in der Altersklasse 18 bis 24 Jahren, mit dem neuem Streckenrekord von 8:51,50 Stunden Weltmeister.

Timo Schaffeld: „Ich bin halt
kein guter Schwimmer“

Qualifiziert hatte sich der Student des Wirtschaftsingnieurwesens in Hamburg, wo er den deutschen Ironman und damit den DM-Titel gewann: „Leider ist der Schwimmwettbewerb wegen der schlechten Wasserqualität ausgefallen, somit konnte ich meine ersten Erfahrungen in einem Wettkampf über die Langdistanz erst im Meer vor Hawaii sammeln.“ Als Ersatz wurde in Hamburg ein Acht-Kilometer-Lauf vorgeschaltet, bis letztes Jahr die Paradedisziplin: „Ich bin halt kein guter Schwimmer, muss das Feld von hinten aufrollen, in Hawaii bin ich als Elfter aus dem Wasser gekommen, nach 75 Kilometer auf dem Rad war ich in Führung.“ Dank seines Trainers Matthias Epping, der selbst über Hawaii-Erfahrung verfügt, machte Schaffeld im vergangenen Jahr die größten Leistungssprünge. In zwei Jahren, nach dem Studium, will er Profi werden.

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