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Sportlerwahl 2018 : Vom Rad ans Krankenbett

Triathlon Anna Pauline Saßerath sammelt Erfolge und wird Krankenschwester.

Weniger Stürze – das hat sich Anna Pauline Saßerath für das neue Jahr vorgenommen. Davon hatte sie in der vergangenen Triathlon-Saison genug. Erfolge aber auch. „Ich bin sehr zufrieden“, lautet daher auch das Fazit der 20-Jährigen. Denn trotz so manches kleineren Unfalls mit Abschürfungen, wie zwei Wochen vor der Weltmeisterschaft in der Bundesliga, hat die Krefelderin immer noch als eine der ersten in ihrer Altersklasse und Disziplin ins Ziel gefunden.

Bei der WM in Svendborg
war nur eine Frau scheller

Ein erster Platz beim Crossduathlon der Frauen in Hünsborn, Rang eins bei der NRW-Meisterschaft über die Sprintdistanz der Frauen, genau wie beim NRW-Titelkampf im Crosstriathlon in Menden. Bei der WM, dem Saisonhöhepunkt im dänischen Svendborg in der Klasse U20, war nur eine Athletin schneller. Die Deutsche Josefine Noack. Bei der Deutschen Meisterschaft in Schalkenmehren aber schlug Saßerath zurück. Sie kam vor Noack ins Ziel, auf Platz zwei in der AK20. „Das war dann schon ein bisschen schöner als bei der WM“, sagt die Krefelderin, in Svendborg noch von Quallen geplagt: „Ich war mit allen Rennen zufrieden.“

Das Studium war ihr zu theoretisch, sie brach ab

Das Radfahren ist und bleibt ihre Lieblingsdisziplin. „Ich kann die Ausdauer noch etwas ausbauen. Das Laufen wird auch besser“, sagt Saßerath. Doch die Zeit dafür ist knapper geworden. Anna Pauline hat ihr Studium der Sozialwissenschaften in Köln nach einem Semester abgebrochen. Zu theoretisch sei das alles gewesen. Als Student sei man auch nur eine Nummer. Seit September macht die Krefelderin eine Ausbildung zur Krankenschwester im Alexianer-Krankenhaus. Das Training muss um den Schichtdienst herumgelegt werden. Früh schlafen gehen. Oder am Abend noch eben eine Runde drehen.

Saßerath ist aus Köln nach Neukirchen-Vluyn gezogen, zu ihren Eltern, die Traar verlassen haben. Ob sie in 2019 auch in der 2. Liga für das Kölner Triathlon Team an den Start geht, ist noch offen. „Das wird von den Diensten abhängen“, sagt sie. Weniger Liga, dafür aber die großen Events.

Die WM im Crosstriathlon Ende April in Spanien, die nationale Meisterschaft in Zittau. Das sind die Wegmarken  für Saßerath. Und gerne weniger Stürze möchte sie erleben.

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