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Sportlerwahl 2018 : Die Operation Olympia

Rudern Jonathan Rommelmann vom Crefelder RC hofft aufs Tokio-Ticket  – und will als Chirurg arbeiten.

Hochleistungssport und Medizinstudium – zwei Dinge, die normalerweise die alleinige volle Aufmerksamkeit erfordern. Doch Ruderer Jonathan Rommelmann vom Crefelder RC schafft es seit Jahren, beides mit Erfolg unter einen Hut zu bekommen. „Da ist schon viel Flexibilität nötig. Aber die Professoren sind mir da bisher auch sehr entgegen gekommen“, beschreibt der Vize-Weltmeister von 2015, wie er den schwierigen Spagat bewältigt.

Rommelmann stand
schon 2016 kurz vor Olympia

Mittlerweile im fünften Jahr arbeitet er neben dem Rudern auf eine spätere Laufbahn als Arzt hin. „Am liebsten in der Chirurgie. Was Handwerkliches soll es sein“, nennt der Krefelder seine Ziele. Zunächst steht für den 24-Jährigen aber erst einmal eine ganz andere Operation auf dem Plan – die Operation Olympia 2020 in Tokio. „Vor den Spielen 2016 war ich bereits im erweiterten Kader. Diesmal soll es auch mit der endgültigen Nominierung klappen“, sagt Rommelmann.

Die Weichen könnten bereits in diesem Jahr gestellt werden, wenn sich der Leichtgewichts-Doppelzweier bei den Weltmeisterschaften einen Startplatz für Tokio sichert. Dann bliebe Rommelmann im Rennen um eine Fahrkarte zu den Olympischen Spielen.

Bei der WM ruderte er
bei irregulären Bedingungen

Bei den Weltmeisterschaften müsste es allerdings besser laufen als im vergangenen Jahr. Rommelmann ging mit dem Hamburger Konstantin Steinhübel als Kandidat für das A-Finale an den Start, doch irreguläre Bedingungen machten ihnen einen Strich durch die Rechnung. So blieb nur der 14. Platz, wobei ihre im C-Finale gefahrene Zeit ihm zu Bronze gereicht hätte. Abgehakt – der Blick geht in Richtung neue Saison. Bereits Anfang des Jahres stand ein Trainingslager in Südfrankreich an. Da bleibt wenig Zeit, sich den Hobbys wie Kitesurfen oder Skifahren zu widmen. Mit dem Rudern begann der gebürtige Mülheimer Rommelmann einst auf der Ruhr – die lange sportliche Reise soll möglichst bei Olympia 2020 in Tokio ihren Höhepunkt erleben.

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