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Sportlerwahl 2018 : Das Leben nach der Karriere

Eishockey Christian Ehrhoff beendet mit Silber bei Olympia seine beeindruckende Laufbahn.

Er ist einer der größten deutschen Eishockeyspieler aller Zeiten – ohne Zweifel. Christian Ehrhoff blickt auf eine beeindruckende Karriere zurück. 789 Spiele in der nordamerikanischen Profiliga NHL, 281 in der Deutschen Eishockey Liga, dazu 117 Einsätze im Nationaldress. Der gebürtige Moerser mit Lebensmittelpunkt in Krefeld hat in seinen Jahren Vieles erlebt – Höhen und Tiefen durchlebt, dabei zahlreiche Erfolge gefeiert.

Fahnenträger mit Silber um
den Hals bei der Abschlussfeier

Und doch war sein letztes Jahr als Eishockeyprofi gewissermaßen das i-Tüpfelchen auf der Karriere des 36-Jährigen. Sensations-Silber bei den Olympischen Winterspielen in Südkorea, bei der Abschlusszeremonie durfte Kapitän Ehrhoff sogar die deutsche Fahne ins Stadion tragen.

Keine Frage, 2018 war „ein ganz besonderes Jahr“, wie Ehrhoff selbst sagt und meint: „Es war ein Riesenerfolg. Die Fahne tragen zu dürfen, war die größte Ehre, die mir in meiner gesamten Karriere zuteil geworden ist.“ Für Ehrhoff war es das perfekte Karriereende.

Die Entscheidung traf er noch vor dem Erfolg, ganz am Anfang der Spiele. Ehrhoff: „Olympia war für mich noch einmal ein ganz großes Ziel. Ich hatte mich mit dem Ende beschäftigt, aber als ich dann in Pyeongchang war, war für mich klar, dass ich nach der Saison aufhören würde.“ Nachdem er die DEL-Saison mit den Kölner Haien beendet hatte, war somit Schluss.

Ein paar Monate später genießt Christian Ehrhoff nun die Zeit mit der Familie. Zwei Spiele pro Wochenende gepaart mit einer langen Busfahrt. Das ist nun Geschichte. Die Ergebnisse verfolgt der ehemalige Verteidiger zwar noch, doch für mehr reicht es derzeit nicht. Abschalten ist angesagt, ein wenig Abstand von der Sportart bekommen, die Ehrhoff sein ganzes Leben über betrieben hat.

Und doch, so richtig zur Ruhe kommt er noch nicht. Ehrungen, Termine – der Zeitplan ist voll. „Eigentlich habe ich weniger Zeit als vorher“, scherzt Ehrhoff und sagt: „Ich hab’ noch viele Sachen auf meiner To-do-Liste, die ich noch gar nicht geschafft habe. Das hätte ich so nicht erwartet.“ Für das Jahr 2019 hat er sich deshalb vorgenommen, wieder ein bisschen mehr Sport zu machen. Ein echter Athlet eben.

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