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Sportlerwahl 2018 : Alles eine Frage der Technik

Highland Games Raffaela Büscher ist begeistert von dem exotischen Sport und erfolgreich als deutsche Meisterin.

Der Niederrhein ist nicht das schottische Hochland. Das hat Raffaela Büscher schon lange erkannt. Wenn die junge Frau ein Training für ihren exotischen Sport sucht, dann fährt sie mit ihren Vereinskollegen schon mal gerne zum Rheinufer. Dort lässt sich besser trainieren. Da lassen sich schwere Brocken hochwuchten, Hammer werfen oder Baumstämme überschlagen.

Die Krefelderin ist Deutsche Meisterin in den Highland Games. Und das nicht zum ersten Mal. Schon 2013 und 2015 errang sie diesen Titel. Auch in NRW ist sie oft die Beste ihrer Zunft. 2011, 2012 und 2016 stand sie auf Platz Eins. Im vergangenen Jahr nahm sie erstmals an einem Einladungsturnier in Schottland teil. In einem deutschen Dreierteam – sie mit zwei Männern – holte sie den zweiten Rang, natürlich hinter den Schotten.

Büscher: „Es geht familiär zu.
Es ist nicht so verbissen“

Über ihren damaligen Freund fand Büscher 2011 bei einem Wettkampf in Kempen den Weg zu den Highland Games. „Da habe ich Blut geleckt, habe mitgemacht und bin dabei geblieben“, sagt sie Doch was macht die Faszination aus? „Man betreibt es mit naturbelassenen Steinen und Bäumen, ist an der frischen Luft. Außerdem geht es familiär zu. Es ist nicht so verbissen“, erklärt Büscher.

Zwei bis dreimal pro Woche geht Raffaela Büscher, die im Beruf Sachbearbeiterin im Innendienst in Ratingen ist, zum Training. Gute zwei Stunden ist sie dann beschäftigt. In ihrem 2011 gegründeten Verein, Wallace Warriors Crefeld  – benannt nach dem schottischen Volksheld  –  ist sie eine von vier Frauen unter 27 Mitgliedern. Ein Clubhaus haben die Sportler nicht. Man verabredet sich auf einer Wiese oder eben am Rheinufer. Dann werden Steine gestoßen, gewuchtet oder Hammer geworfen.

Technikanteil liegt bei 70 Prozent,
Kraftanteil nur bei 30 Prozent

Was auf den ersten Blick wie Kraftmeierei aussieht, ist eher eine Gefühlssache. Muskelkraft und Geschick. Büscher beziffert den Anteil an Technik an ihrem Sport bei 70 Prozent, die reine aufgebrachte Energie auf lediglich 30 Prozent. „Mit der richtigen Technik schafft man viel“, sagt sie. Reisen ist ein Hobby. Auf Wettkämpfen in den Niederlanden, Frankreich und Schweiz sind die Hochland-Sportler immer dabei.

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