Sportlerwahl Krefeld - stimmen Sie ab und gewinnen Sie

Sportlerwahl 2018 : Wunschspieler und Kapitän

Eishockey Mit seiner offensiven Spielweise gehört Phillip Bruggisser zu den besten Verteidigern der Liga.

Wunschspieler, Teamkapitän und Publikumsliebling – wie kaum ein Zweiter verkörpert Phillip Bruggisser die „neuen“ Krefeld Pinguine. Der Däne kam vor der Saison aus seiner Heimat, entwickelte sich in der Vorbereitung schnell zum Leader. Nur ein paar Wochen später machte Trainer Brandon Reid ihn zum Kapitän, der die Pinguine zurück in die Play-offs führen soll.

„Eine Ehre“, wie Bruggisser findet und sagt: „Wenn du von einer kleineren Liga hierhin kommst, ist es schon eine große Verantwortung, aber ich war natürlich glücklich, dass der Trainer mich ausgewählt hat.“ In seiner Rolle versucht der 27-Jährige immer die Ruhe zu bewahren. Bruggisser: „Natürlich habe ich eine Stimme in der Kabine, aber ich bin nicht der Typ Kapitän, der die Jungs anschreit oder lauter wird.“

„Ich wollte einen Trainer, bei
dem ich offensiv spielen kann“

Vielmehr setzt Bruggisser auf seine Spielweise. Immer 100 Prozent, immer hart arbeiten, immer gewinnen wollen, auch wenn es mal nicht nach Plan läuft. Der Verteidiger glänzt mit seiner offensiven Ausrichtung, hat immer wieder das Auge für den besser postierten Angreifer. Bruggisser zählt zu den punktbesten Defensivspielern in der DEL. Eine Liga, in der seine Gegenspieler allesamt „etwas älter und schlauer sind.“ Die Spielweise von Trainer Reid kommt ihm entgegen. Er war der Hauptgrund, warum er die Entscheidung traf, nach Krefeld zu kommen. „Ich habe damals nicht lange überlegt. Ich wollte einen Trainer, der mir die Chance gibt, auch offensiv mitzumachen. Das ist mein Spiel.“

Als Kind hat er lange mit dem falschen Schläger gespielt

Eine Denkweise, die ihn schon immer auszeichnet. Als ihn sein Vater mal zu einem öffentlichen Eislaufen mitnahm, war der damals Sechsjährige schnell begeistert von den „großen Jungs mit ihren Hockeytaschen.“ Als einziger in der Familie entschied er sich, Eishockey spielen zu wollen - mit einigen Startschwierigkeiten. „Ich hatte einen Schläger für Linkshänder, hab’ ihn aber immer als einen für Rechtshänder benutzt. Es hat etwas gedauert, bis ich gemerkt habe, dass ich den falschen Schläger in der Hand halte“, scherzt Bruggisser. Gut 20 Jahre später benutzt er den richtigen Schläger und das ziemlich erfolgreich.

Mehr von Westdeutsche Zeitung