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Sportlerwahl 2018 : Schneller als die Feuerwehr

Feuerwehrsport Martin Brieden ist Zehnkämpfer und sucht die extremen Herausforderungen in seinem Metier.

Die 61 Etagen des Frankfurter Messeturms über die Treppen im Wettkampf hinaufzulaufen, ist für Martin Brieden eine besondere Herausforderung. Doch für den 35-jährigen Feuerwehrsportler ist damit längst nicht das gesamte Wettkampfpaket geschnürt. Denn der Krefelder startet dabei in voller Feuerwehr-Montur samt Atemschutz und stemmt nochmals fast 25 Kilogramm Gewicht genau 222 Meter in die Höhe.

Feuerwehrsport ist ein Extremsport, dem sich Brieden, der bei der Krefelder Berufsfeuerwehr angestellt ist, verschrieben hat. Sieben Mal pro Woche trainiert der ehemalige Langstreckenläufer, der einst den Martinscross als Leichtathlet drei Mal gewann, dann seine neue Sportart bei der Feuerwehr fand: „Ich habe zunächst auf Nordrhein- und deutscher Ebene an Feuerwehrläufen teilgenommen, meine Altersklasse dort immer dominiert. Über einen ehemaligen Kollegen hörte ich dann von weiteren Wettbewerben, wie dem Treppenlauf: Mit den Grundlagen aus der Leichtathletik konnte ich gut mithalten.“ Doch für Brieden war das noch nicht genug, schnell fand er Gefallen am Wettkampf „Toughest Firefighter Alive“.

„Mich reizt es, ohne große Fehler
da durchzukommen“

Sieben Mal in den acht Jahren wurde er deutscher Meister. Nur eine Verletzung bremste ihn einmal aus. „Mich reizt an diesem Vielseitigkeitswettkampf, der mit dem Zehnkampf zu vergleichen ist, allein das Gefühl, dass ich dort möglichst ohne große Fehler durchkommen muss.“

Brieden entwickelte sich weiter, nach etlichen internationalen Starts ging es im Sommer zur Fire-Fit-Weltmeisterschaft nach Calgary in Kanada. Im Einzel belegte er den 57. Platz, war schnellster Europäer, holte im Tandem Bronze. Fire-Fit wird von den besten Feuerwehrleuten der Welt auf Hochleistungs-Niveau betrieben. Mit der Abfolge der einzelnen Disziplinen soll der Einsatz von Feuerwehrleuten simuliert werden. Viele WM-Teilnehmer haben den kompletten Parcours vor Ort nachgebaut, trainieren mehrfach pro Woche. Die meisten der Gerätschaften sind für Europäer Neuland, sie starten mit einem leichten Wettbewerbsnachteil. Dennoch will Brieden im Sommer wieder bei der WM dabei sein.

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