Mark Appel: Der Torwart als Mittelstürmer

Mark Appel: Der Torwart als Mittelstürmer

Mark Appel ist Schlussmann von Bundesligist Crefelder HTC. Sein Treffer beim World-League-Turnier macht ihn im Internet berühmt.

Es war nur ein Tor in einem vergleichsweise unbedeutenden Spiel. Aber der Treffer, den Mark Appel von Hockey-Bundesligist Crefelder HTC im kleinen Endspiel des World-League-Finalturniers im indischen Bhubaneswar erzielte, war ein ganz besonderer: der erste eines Torhüters bei einem Hockey-Weltturnier. Wegen der Personalnot spielte der Schlussmann 60 Minuten als Mittelstürmer. In den sozialen Netzwerken schlug das Video mit dem Treffer hohe Wellen — zigfach angeklickt, kommentiert und geteilt. Der Krefelder hat sich in die Geschichtsbücher eingetragen. „Das war natürlich ein besonderes Erlebnis. Aber ich will mich jetzt wieder auf meine Kern-Kompetenz konzentrieren“, sagt Appel und lacht. Schließlich warten in diesem Jahr genug sportliche Herausforderungen auf den 23-Jährigen und seine Mannschaftskollegen. In der Halle steht die Weltmeisterschaft in Berlin an, mit dem Club will er die deutsche Endrunde erreichen.

Ein noch größeres Ziel mit dem Verein ist allerdings die Endrunde auf dem Feld, die in Krefeld steigt. „Das wäre eine Riesensache, vor heimischem Publikum den Titel zu holen“, sagt Appel. Ende des Jahres soll der Höhepunkt folgen: die Weltmeisterschaft — ausgerechnet wieder im indischen Bhubaneswar.

Trotz des vollgepackten Programms in Sachen Hockey schloss der Krefelder sein Bachelor-Studium in Betriebswirtschaftslehre an der Universität Köln erfolgreich ab, hat mit dem Master begonnen. Studium und Hochleistungssport unter einen Hut bekommen — das wird für Mark Appel auch 2018 die große Herausforderung sein. gn