Kevin Breuer: Von Xavi und Iniesta inspiriert

Kevin Breuer: Von Xavi und Iniesta inspiriert

Krefeld. Geboren: 8. März 1991 in Krefeld Vereine: Preussen Krefeld, Borussia Mönchengladbach (2004 bis 2012), VfR Fischeln Erfolge 2013: Spitzenreiter der Landesliga-Gruppe 2, bester Torjäger aller drei Landesligen in der Hinrunde (17 Treffer)

Kevin Breuer ist mal der Meister und mal der Diener. Für den VfR Fischeln ist er in jedem Fall ein Glücksgriff. Ein Blick ins Zahlenwerk der Fußball-Landesliga genügt schon. 17 Tore hat der 22-Jährige in den ersten 15 Partien für den Spitzenreiter bereits erzielt. Ligaweit ist keiner in dieser Statistik besser als er. Beachtlich für einen Spielgestalter, können sich doch selbst so manche Schützen, die von Berufswegen eigentlich für das Toreschießen verantwortlich sind, nicht mit solch einer Quote rühmen.

In einer funktionierenden Mannschaft sticht Breuers Präsenz im Mittelfeld noch heraus. Er sucht mal selbst den Abschluss, weiß aber auch seine Nebenleute einzusetzen. Er wartet nicht auf die Bälle, er erobert sie notfalls selbst. Seine platzierten Schüsse und sein Auge für die Situation sind gefürchtet. Wo Gefahr in Verzug ist, ist Breuer nicht weit. Gegen Lürrip gelangen ihm im Oktober fünf Treffer. Doch auch in schwierigen Phasen des Spiels kann der 22-Jährige mit einem Geniestreich die Wende einleiten.

Breuers feine Technik (seine Vorbilder heißen Xavi, Iniesta, Thiago) war auch den Ausbildern von Borussia Mönchengladbach nicht verborgen geblieben. Acht Jahre lang spielte der Krefelder im Borussia-Park, ehe er im Sommer 2012 aus der Regionalliga zum damaligen Oberliga-Aufsteiger nach Fischeln wechselte. Eine Entscheidung für seinen beruflichen Werdegang. „Ich wollte mit Anfang 20 eine Ausbildung beginnen, und nicht erst mit 28. Mein Hobby Fußball habe ich deshalb hinten angestellt“, sagt der Spielmacher. Breuer macht nun eine Ausbildung zum Kaufmann für Speditions- und Logistikdienstleistung in der Firma seines Trainers Josef Cherfi. „Kevin ist ehrgeizig, auf dem Feld und abseits des Platzes. Er weiß genau, was er will. Dabei ist er mannschaftsdienlich. Er übernimmt schon viel Verantwortung. Das ist in seinem Alter selten“, sagt Cherfi.

Das sagt Breuer . . . . . . zu seinem Highlight 2013:

Breuer: „Die Hinrunde mit dem VfR Fischeln in der Landesliga war toll. Ganz besonders in Erinnerung bleibt mir der 5:1-Sieg gegen den Aufstiegsrivalen 1. FC Kleve im Dezember, bei dem mir ein Tor gelungen ist. Beim 7:0 gegen Lürrip sind mir fünf Treffer gelungen.“

. . . zu seinen Zielen für 2014:

Breuer: „Natürlich der Aufstieg in die Oberliga.“

. . . zu seiner Entscheidung in Fischeln zu spielen:

Breuer: „Ich bin Krefelder. Der VfR Fischeln ist eine gute Adresse. Ich verbinde den Fußball mit meiner Ausbildung. Die Ausbildung hat derzeit für mich Vorrang.“

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