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Sportlerwahl 2015: Kapitän und Dauerbrenner

Sportlerwahl 2015 : Kapitän und Dauerbrenner

Timo Achenbach, Spielführer von Oberligist KFC Uerdingen, verpasst in dieser Saison bisher keine Minute.

Krefeld. 1530 Minuten. Es ist die Zahl des Dauerbrenners in der Mannschaft des KFC Uerdingen. Dem Team, das sich im Sommer auf den Weg gemacht hat, den Wiederaufstieg in die Regionalliga zu schaffen. Timo Achenbach hat als einziger Akteur keine Minute in den bisherigen 17 Saisonspielen verpasst. Doch nicht nur das. Der Kapitän lässt seine Karriere nicht einfach nur bei einem Fünftligisten ausklingen. Er geht mit Leistung voran, ist ein wichtiger Führungsspieler in der neuformierten Mannschaft, die sich in den ersten Wochen noch finden musste und wackelte, als das Geraune auf den Rängen deutlich zu hören war.

KFC-Trainer Michael Boris lobt seinen Spielführer in höchsten Tönen: „Er ist mein verlängerter Arm auf dem Feld. Er spricht Dinge an, auch mal in der Kabine. Ich habe nicht lange überlegen müssen, ihn zum Kapitän zu machen.“ Ein Sprecher, nach innen wie nach außen. Nach dem 0:5-Debakel in Wuppertal im September sagt er kurz nach dem Spiel mit Trotz und Entschlossenheit: „Wir haben heute auf die Fresse bekommen, aber wir werden wieder aufstehen.“

Der Wittener Achenbach, der nach mehreren Stationen durch die Republik heute wieder dort mit seiner Familie wohnt, stammt aus der Schule der SG Wattenscheid 09 und Borussia Dortmund, wechselte 2003 zum damaligen Zweitligisten VfB Lübeck. Dort scheiterte er erst im Halbfinale des DFB-Pokals. Bis heute nennt er dieses Erlebnis einen seiner größten Erfolge. Neben dem Bundesliga-Aufstieg mit dem 1. FC Köln 2005 oder dem Klassenerhalt mit dem SV Sandhausen in der Zeit von 2012 bis 2015.

Der 33-Jährige absolvierte 323 Zweitligaspiele und sagt: „Ich bin total zufrieden. Für seinen Weg ist jeder selbst verantwortlich. Es gibt Leute, die schieben die Schuld auf andere. Ich bin mit mir im Reinen, es ist eine tolle Bilanz.“ Für den Routinier zählt aber nicht nur die Leistung auf dem Platz. Achenbach hat das, was Boris eine „Vorbildfunktion“ nennt. Der Ex-Profi denkt auch schon ein bisschen wie ein Trainer. Er wolle sich im Fußball weiterbilden. Der Trainerberuf sei ein Ziel. Er schnappe jetzt schon viele Dinge auf, will mit seiner Erfahrung weiterkommen, sagt er. Das Ziel ist klar formuliert. Der Aufstieg im Juni. Und wenn das geschafft ist, wird Achenbach im Sommer bestimmt auch wieder seinem Hobby Golfen ein bisschen mehr Zeit widmen.