Bianca Seyfert: „Es war die richtige Entscheidung“

Bianca Seyfert: „Es war die richtige Entscheidung“

Bianca Seyfert, Torjägerin von Bundesligist SV Bayer 08 Uerdingen, beendet mit 24 Jahren die Karriere. Nun will sie Rettungssanitäterin werden.

Es war keine einfache Entscheidung mit der sich Bianca Seyfert über die vergangenen Monate befasst hat. Zusammen mit den Damen des SV Bayer 08 Uerdingen dominierte Seyfert über Jahre hinweg die nationale Konkurrenz — und doch ist jetzt Schluss. Mit gerade einmal 24 Jahren entschied Seyfert, zusammen mit ihrer Schwester Anja und weiteren langjährigen Weggefährten im Sommer, den Wasserballsport an den Nagel zu hängen. Mit 45 Toren aus zehn Spielen war die Wasserballerin im vergangenen Jahr noch die beste Torjägerin der Bundesliga, jetzt stehen andere Dinge auf der Agenda. Seyfert sagt: „Meine Entscheidung ist schon auf viel Unverständnis gestoßen, aber für mich war es die richtige Wahl. Ich habe hohe Erwartungen an mich, aber zusammen mit meiner Ausbildung kann ich nicht mehr das Pensum gehen, welches ich mir selber vorschreibe.“

Nach 15 Jahren beim SV Bayer 08 ist also jetzt Schluss. Statt Badeanzug streift sich Seyfert nun das Outfit der Rettungssanitäterin über. Nachdem sie zunächst im Bereich Design und Medien diverse Praktika absolviert hatte, merkte die 24-jährige schnell, dass die Arbeit im Büro nicht so wirklich etwas für sie ist. „Acht Stunden am Schreibtisch zu sitzen, macht mir keinen Spaß. Ich bin gerne aktiv und will die Ausbildung zur Notfallsanitäterin durchziehen.“ Ganz ohne Sport geht es dann aber auch nicht. Die ungewohnte Freizeit verbringt Bianca meist zusammen mit Schwester Anja. Für beide geht es dann raus auf die Laufstrecke oder in den Kraftraum.

Als nächste Aufgabe steht zudem das Thema Crossfit im Raum. Bis dahin darf ein Besuch beim neuen Team aber nicht fehlen. Bei Heimspielen machen sich die Seyfert-Schwestern auf zur Halle, und auch wenn beide in der einen oder anderen Situation ein wenig wehmütig werden, sagt Bianca Seyfert: „Es tut zwar irgendwo auch ein wenig weh, aber es ist schön, ein Wochenende einfach mal verreisen zu können. Es war die richtige Entscheidung. Ich fühle mich wohl.“ tin