Krefelder Gartenwelt: Ideen für den Traumgarten

Krefelder Gartenwelt: Ideen für den Traumgarten

Bei eisigen Temperaturen besuchten dennoch über 10 000 Besucher die Krefelder Gartenwelt an der Rennbahn im Stadtwald.

Krefeld. Richtige Gartenfreunde lassen sich von Temperaturen unter dem Gefrierpunkt nicht aufhalten; sie stecken ihren „Grünen Daumen“ in dicke Handschuhe und wagen sich mutig ins Freie. Schon lange vor der Eröffnung stehen die ersten Besucher der 10. Krefelder Gartenwelt am Freitag vor den Rennbahn-Pforten. Sie bibbern zwar in der Kälte, harren aber dennoch geduldig aus, bis sie Primeln, Palmen und Pools bewundern und erstehen können. Kaum öffnet die Ausstellung, ist der Andrang riesig.

Die Besucher bestaunen den modernen Traumgarten. Er wird in klaren Linien gestaltet und gliedert sich in zwei Teile, den Vorgarten und den Terrassengarten. Rechteckige Rasenflächen wechseln sich mit grauen Steinplatten gleicher Größe ab. Das „Wohnzimmer im Freien“ wird durch einen plätschernden Springbrunnen bespielt. Auf der steinernen Sitzbank liegen bunte Kissen.

Weist der zu gestaltende Garten keine klaren Linien auf, sind Fantasie und Ideenfindung des Planers gefragt. Gartenbauer Benno Müller erklärt die Krux am Plan. „Hier haben wir einen Garten gestaltet, von denen sich konische Formen wie Windmühlenflügel von einem Zentrum abzweigen. Wir haben die Mitte mit grauem Betonstein gepflastert und so eine filigrane Fläche gestaltet.“ Passender Split wechselt sich mit den Flächen ab, kleine Trockenmauern fassen die blühenden Beete ein und der Terrassenbereich wurde aus Holz gestaltet. Ein kleiner Steg führt über den kleinen Teich. Wasser darf auch hier nicht fehlen.

Wer nicht gleich einen kompletten Garten gestaltet haben möchte, sondern seinen Grünbereich nur verschönern will, wird an ungezählten Ständen fündig. Marion Flohr aus Neuss gehört zu den ersten Besuchern der Gartenwelt. „Wir kommen immer wieder“, erzählt sie. „Ich suche immer neue Anregungen. Dieses Mal haben wir jedoch eine sehr hübsche Stele mit einem Frosch aus Steinen erstanden.“

Dass sich die Leute um die Außenkamine scharen, in denen das Brennholz lodert, wen wundert‘s? Einige stehen aber auch um Whirlpools für draußen herum. Ihr Wasser kann soweit erwärmt werden, dass sie auch bei Schnee genutzt werden können.

In einem Saal der Rennbahn gibt es Accessoires für Innen und Außen. Tischdecken und —läufer, also Angebote für die Dekoration, bestickte Stiefel, die für die Gartenarbeit viel zu schade sind und Blumen-Gemälde. Brigitte Schmitz und Birgit Grüting sind von fantasievollen „fliegenden“ weißen Holz-Hasen begeistert, deren Flügel Federn tragen. „Die sind doch total witzig“, finden die Frauen und lachen. Auch diese Familien waren schon oft auf der Gartenwelt.

Volker Grüting fand die Ausstellung, als sie noch auf dem Sprödentalplatz stattfand, besser. „Dort war es rustikaler, es gab größere Flächen für die Gartengestaltung. Hier finde ich das alles zu schön geordnet. Früher haben wir Amphoren gekauft, Markisen und eine große Windmühle aus Beton. Hier müssen wir das Angebot von Gartenhandschuhen suchen, in denen man nicht schwitzt.“

Wieder draußen schlägt den Besuchern der kalte Wind ins Gesicht. Doch die Hortensien in zarten Farben und der bunte Primel-Teppich auf den grasbewachsenen Hügeln der Rennbahn zaubern schon einen Vorgeschmack auf den wärmeren Frühling.

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