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Hülserin treibt Jauch in die Verzweiflung

Hülserin treibt Jauch in die Verzweiflung

Bei „Wer wird Millionär?“ scheitert Yonca Denge fast an der 200-Euro-Frage.

Krefeld. Millionärin ist sie nicht geworden, aber dafür hätte sie Günter Jauch am Freitagabend beinahe zur Verzweiflung getrieben: Yonca Dege aus Hüls hatte es in der zweiten Sendung der Doppelfolge von „Wer wird Millionär“ auf den Stuhl geschafft.

Aber ausgerechnet eine Frage, bei der eine Antwortmöglichkeit ihre Heimatstadt war, hätte sie beinahe aus dem Rennen geworfen.

„Nennen sich Männerfreunde beim Vornamen, dann fällt bei der Anrede ... A) Dett-mold , B) Kre-felt, C) Remm-scheit, D) Herr-fort“ lautete die 200 Euro-Frage. Die junge Frau mit den türkischen Wurzeln war sichtlich nervös, hatte die sichere Spielvariante gewählt. Doch jetzt geriet sie ins Schwitzen.

Zwar erkannte sie, dass es sich um die Verballhornung von Städtenamen handelte, doch das brachte sie nicht weiter. Jauch versuchte zu helfen, doch sie versteifte sich auf A: „Das ist doch ein Männername.“

Jauch stand auf, ging an ihre Seite, ging Frage und Antworten noch mal ganz langsam mit ihr durch. Doch es dauerte immer noch, bis der Groschen fiel. Also begann der Moderator ein Rollenspiel mit der Kandidatin: „Wir duzen uns jetzt mal . . .“ Dann sagte sie das erlösende „Antwort D“.

Die nächste Hürde folgte bei der so wichtigen 16 000-Euro Frage: „Bei welchem Wort fehlt ein Buchstabe zum Namen eines deutschen Reichspräsidenten A) grobi, B) kermit, C) ernie D) bert. Da musste das Publikum helfen, doch auf Friedrich Ebert kam sie auch dann nicht sofort.

Der 50/50-Joker war bei der Frage fällig, wo genau Seoul liegt. Zwar wusste die 26-Jährige, dass es sich um die Hauptstadt von Südkorea handelt, aber nicht, in welchem Teil des Landes sie liegt.

Schließlich war sie nach den anfänglichen Unsicherheiten bei der 64 000-Euro-Frage angelangt. Sie sollte sagen, was auf jeden Fall in eine Sacher-Torte gehört: A) Erdbeere, B) Pflaume, C) Aprikose, D) Mandarine. Und obwohl ihr Telefon-Joker ihr zur Aprikose riet, gab sie auf. 32 000 Euro konnte sie aber mit nach Hüls nehmen.

Die WZ hatte die junge Frau vor sieben Jahren bereits einmal vorgestellt. Damals hatte sie gerade ihr Abitur am Ricarda-Huch-Gymnasium geschafft und ein Vodafone-Stipendium für einen internationalen Studiengang an der Bremer Jacobs-University erhalten.

Mittlerweile ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin bei einer Stiftung in Düsseldorf.

Vom Gewinn, so erzählte die sympathische junge Frau dem Moderator, wolle sie ihren Studienkredit abzahlen und möglicherweise ihre Promotion in Angriff nehmen. Zudem will sie sich und ihrer Familie Reisen oder ein Ferienhaus in der Türkei gönnen. Herr-fort wird wohl nicht zu den bevorzugten Zielen gehören . . . dag