Heulende Motoren und ein verpatzter Start

Heulende Motoren und ein verpatzter Start

Zeitgleich mit den Profis in Bahrain starten auch die Krefelder Kartfahrer in die Team-Meisterschaft 2010. In 19 Rennen treten die Hobbysportler gegeneinander an.

Krefeld. Gerade hat Fernando Alonso in Bahrain den Sieg eingefahren, geht der Geschwindigkeitsrausch auch schon weiter. Mit Start der Formel 1-Saison beginnt auf der Krefelder Kartbahn die Team-Meisterschaft 2010. "Die Fahrer sind ganz heiß nach dem Schauen der Formel 1", sagt Kartbahninhaber Helmut Pesch. Also den Helm unter den Arm geklemmt, in den Overall geschlüpft und auf die Bahn.

Nur ein Fahrer des Teams startet, und jeder muss mindestens an vier Läufen teilnehment. Dieses Jahr sind es neun Teams mit 27Fahrern. Am Rande der Rennstrecke wird ein Favorit mit dem Namen "Franci" genannt. Francesco Reale fährt seit zehn Jahren die kleinen Flitzer, wenn er nicht gerade für den VfR-Fischeln spielt. Einen Kniff hat Pesch diesmal eingebaut: "Zwei Pflicht-Boxenstopps machen das Ganze noch spannender."

Bevor es richtig losgeht, gibt es das Warming-Up - erstmal in 20Runden Gefühl bekommen. Die Vier-Taktmotoren heulen auf. Im Qualifying geht es um die Startposition und damit vielleicht schon um den Sieg. Beim Qualifikationslauf passieren Patzer - das Team Speed Junkies fährt, wahrscheinlich berauscht vom Fahrtwind, zwei anstatt einer erlaubten Runde. Der letzte Startplatz ist die Konsequenz. Dann geht’s los. "Nach dem Start gibt es in den ersten Kurven schon mal Gerempel", beschreibt Pesch den Kampf um den Sieg.

Die Fahrer geben Gas. 86 Runden lang, danach steht es fest: Francesco Reale ist zwar nur einmal eine 22er Zeit gefahren - die Bestzeiten auf der Krefelder Bahn - aber es reicht immer noch zum Sieg. Damit sahnt er 20 Punkte ab und nochmal 20 für sein Team. Andreas Schmitz (Platz 7) von den Kartfreunden Rhein-Ruhr ist enttäuscht. Mit Platz vier habe er schon gerechnet. Pesch ist zufrieden und freut sich auf das nächste Rennen am 28. März, wenn es wie in der Formel 1 weitergeht. Der Emmericher Nico Hülkenberg, der es in Bahrain mit Williams auf Platz 14 schaffte, wird dieses Jahr in Krefeld vorbeischauen, verspricht Helmut Pesch.

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